Gericht befasst sich mit dem neuen Autohof in Hagen-Bathey

Foto: WR
Sie stehen mit ihren Lkw an den Straßenrändern oder blockieren die Autobahnparkplätze rund um Hagen - seit Jahren ist die Stadt auf der Suche nach dem Standort für einen Autohof, auf dem Brummifahrer rasten können. Dass der ausgerechnet in Bathey auf dem Gelände der ehemaligen Spedition Lueg an der Straße In der Krone entstehen soll, stört nicht nur direkte Anwohner.

Hagen/Arnsberg.. Aufgrund der jetzt schon sehr hohen Verkehrsbelastung auf der Wandhofener und der Dortmunder Straße als Zubringer zur A 1 laufen die Bürger aus dem Bereich Sturm gegen das geplante Großprojekt, das jetzt auch das Arnsberger Verwaltungsgericht beschäftigen wird. Zumal eine weitere Verkehrsbelastung durch den Bau eines Cargo-Beamers (Umladestation für Sattelzüge auf die Bahn) am nahen Hengsteysee auf dem Gelände des ehemaligen Nasslagers entstehen könnte.

Am 29. Februar 2012 wollen sich die Arnsberger Verwaltungsrichter, die sich in diesem Jahr wieder mit zahlreichen weiteren baurechtlichen Nachbarklagen auseinandersetzen müssen, nun die Situation vor Ort unter die Lupe nehmen. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so lange dauern wird“, wunderte sich gestern Kläger Uwe Schulte, der schon vor einem Jahr über seinen Rechtsanwalt in Arnsberg vorstellig wurde. Denn als Anwohner In der Krone befürchtet er eine unerträgliche Belastung durch Lärm und Abgase, die die an- und abfahrenden Lastwagen Tag und auch in der Nacht mit sich bringen werden. Ein Autohof mit Tankstelle, Re-staurant und 140 Parkplätzen ist rund um die Uhr geöffnet.

Gutachten fehlt

Dass nunmehr Bewegung in das Klageverfahren kommt, das hatte Hagens Verkehrsplaner Hans-Dieter Schumacher der zuständigen Bezirksvertretung Nord vor ein paar Tagen mitgeteilt. „Es gibt für den Bau eines Autohofs einen Bauvorbescheid, der aber mit der Klage nichts zu tun hat. Allerdings muss ein Investor vor einer endgültigen Genehmigung ein Gutachten beibringen, das die verkehrliche Situation darstellt. Das ist bislang noch nicht geschehen. Wir nehmen an, dass hier erst einmal die gerichtliche Entscheidung abgewartet wird.“

Bislang, so Kläger und Anwohner Uwe Schulte, habe es auf dem Lueg-Gelände noch keine Bewegungen gegeben. Auch die alten Hallen wurden bislang nicht angetastet, obwohl der Hagener Projektentwicklungs GmbH (Hapro) für den Abriss in dem Industriegebiet eine Genehmigung vorliegt.

 
 

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