Gemeinschaft klagt gegen Erweiterung

Gewaltig groß ist die Fläche bis zum "Oeger Wald". Hier beginnt bereits der Steinbruch
Gewaltig groß ist die Fläche bis zum "Oeger Wald". Hier beginnt bereits der Steinbruch
Foto: WP

Hohenlimburg. Auch die Erbengemeinschaft „H. M. M.“-GbR hat am Verwaltungsgericht Klage gegen Erweiterung des Oeger Steinbruches am Ahm eingereicht.

Damit ergänzt und unterstützt sie die Stadt Iserlohn, die - wie berichtet - bereits vor das Verwaltungsgericht gezogen ist, um die Erweiterung auf Letmather Gebiet zu verhindern. Die Erbengemeinschaft hat nach Informationen unserer Zeitung ihre Klage noch nicht näher begründet.

Derweilen laufen die Kabelverlegungsarbeiten der „Enervie“-Network rund um den Ahm weiter. Die neuen 10-kV-Leitungen sind um das Gelände gelegt worden, durchschneiden somit die zukünftig von den Abbauplänen der Hohenlimburger Kalkwerke avisierten rund 10 Hektar nicht.

Jahrzehnte haben die Leitungen, die zur Energieversorgung den Bereich Steltenberg / Lölfert mit dem Umspannwerk in Oege verbinden, bereits in der Ackerfläche gelegen. Jetzt sind diese - wie berichtet - in die Jahre gekommen und mussten ausgetauscht werden. „Enervie“ zeigte deshalb im Bereich des Ahm Weitsicht. „Egal, was in Zukunft passiert, wir müssen unsere Kabel dann nicht mehr neu verlegen. Wir wissen nicht, was die Hohenlimburger Kalkwerke planen und sind deshalb zukünftig schmerzfrei“, so Andreas Köster, Pressesprecher „Enervie“.

„Durch diese Arbeiten wird nicht nur den Spaziergängern die Dimension des Abbau-Geländes bewusst“, sagte gestern Oliver Chiarelli, Mitglieder Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Steinbruches. „Wir haben deshalb einen starken Zulauf an Mitgliedern.“

Wer trägt die Kosten?

1600 Meter Kabel wurden von „Enervie“ bislang in die Erde gelegt. Noch konnten, aufgrund der gegenwärtigen Großwetterlage, nicht alle Gräben zugeworfen werden. Gleichwohl werden die neuen Leitungen bereits genutzt, sind die alten abgeschaltet worden,

Und wer trägt die Kosten? Denn ohne die gewaltige „Umleitung“ wäre die auszutauschen Leitungsstrecke rund 1000 Meter kürzer gewesen.

„Diese Kosten zahlen die Verbraucher“, so Andreas Köster. Bei einer Länge von rund 1000 Metern sind das 22 000 Euro. Denn jeder Meter kostet 22 Euro. Hinzu kommt das Entgelt für den Tiefbauer. „Enervie“ muss darüber hinaus noch weitere Kosten stemmen. Denn Diebe haben, warum auch immer, elf Meter Kabel gestohlen. Wert: ca. 250 Euro.

Keine Hochspannung

Parallel zu dieser Maßnahme läuft der Austausch der 43 maroden 220-kV-Hochspannungsmasten. Die Arbeiten haben im Lennetal begonnen und führen bis in den Märkischen Kreis. Sie sollen im Spätsommer des Jahres 2013 abgeschlossen sein.

 

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