Galerie-Investor sucht Platz für Container-Dorf

Foto: WP

Hagen. Wie die neue Rathaus-Galerie zur Eröffnung im September 2014 aussieht, erscheint klar. Wie aber die Baustelle exakt abläuft, beschäftigte gestern den Stadtentwicklungsausschuss. Vor allem die Aufstellung der Unterkunftscontainer ist bislang noch nicht geregelt.

Ursprünglich hatte Projektentwickler GEDO darauf spekuliert, während der zweieinhalbjährigen Baumaßnahme dafür Teile des Ferdinand-David-Parks entlang der Potthofstraße belegen zu können. Doch dieses Ansinnen wurde seitens der Stadt abgelehnt. Inzwischen hat der Investor mit dem Betreiber des Parkplatzes hinter der Mehrgenerationenhaus Kontakt aufgenommen, um dort ein Container-Dorf für die Arbeiter errichten zu können. Diese Verhandlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Sicher scheint momentan nur, dass außerhalb der Baufläche zwischen Mittel-/Rathaus- und Potthofstraße dafür ein Areal gefunden werden muss, da das gesamte Grundstück durch die neue Shopping-Mall belegt wird.

Nur zwei Lkw auf der Baustelle

Auf ausgesprochen wohlwollende Resonanz stieß die Planung der GEDO, die Zuliefererverkehre zunächst in Delstern zu bündeln und erst dann in die Stadt zu lotsen, wenn auf dem Baustellengelände die angelieferten Frachten auch tatsächlich benötigt werden bzw. der Platz für die Fahrzeuge vorhanden ist. Denn die Potthofstraße, die während der Bauphase von derzeit drei auf zwei Spuren reduziert wird, muss permanent für den Individualverkehr sowie die dort kreuzenden Buslinien passierbar bleiben. Ziel ist es, dass immer nur zwei Lkw auf dem Baustellengelände unterwegs sind.

Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses äußerten dennoch ihren Unmut darüber, dass die abfließenden Lkw-Verkehre von der Großbaustelle den Weg über die Rathaus- und Rembergstraße aus der Stadt nehmen sollen. Diese Route entlang dichter Wohnbebauung sei ohnehin schon stark belastet und solle nicht unnötig durch zusätzliche Lkw-Bewegungen frequentiert werden, mahnten Sprecher aller Fraktionen. Stadtplaner Jürgen Schädel hielt dem entgegen, dass es sich bei der Rembergstraße um eine qualifizierte Bundesstraße handele, die notfalls sogar als Autobahn-Umleitungsstrecke diene. Sollte hier beispielsweise während der Abrissphase alle zehn Minuten ein Schutt-Lkw rollen, sei das durchaus verkraftbar: „Wir sollten das nicht unnötig dramatisieren“, so Schädel. Dennoch wird geprüft, ob zumindest einige Lkw den Weg über die Holzmüller- und Rathausstraße wählen könnten. (-mw-)

 
 

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