Für ein besseres und grüneres Hagen

Mark Schür, Referent Produktentwicklung bei Enervie, unterstützt den Tag der Elektromobilität.
Mark Schür, Referent Produktentwicklung bei Enervie, unterstützt den Tag der Elektromobilität.
Foto: WP
Mit einem Tag der Elektromobilität will das Bündnis Eco-Drive seinem Ziel, innerhalb eines Jahres 111 Elektro-Fahrzeuge auf die Hagener Straßen zu bringen, neuen Schwung verleihen.

Hagen. Mit einem Tag der Elektromobilität will das Bündnis Eco-Drive seinem Ziel, innerhalb eines Jahres 111 Elektro-Fahrzeuge auf die Hagener Straßen zu bringen, neuen Schwung verleihen. Am Freitag, 16. Mai, präsentieren Autohäuser, Fahrradhändler und weitere Unternehmen im Parkhaus der Volme-Galerie ihre Fahrzeuge und weitere Produkte rund um stromgetriebene Motoren. „Unser Ziel ist ein besseres und grüneres Hagen“, sagt Jacques Kempkens, Sprecher des Bündnisses, über die Beweggründe der Kampagne: „Wir wollen die Feinstaubbelastung in unserer Stadt reduzieren.“

Unter dem Dach von Eco-Drive haben sich 14 Privatleute, die der Umweltgedanke eint, zusammen gefunden. Sie wollen zeigen, dass Elektromobilität nicht nur in der Theorie funktioniert. Bislang sind in Hagen 48 E-Fahrzeuge zu gelassen, Anfang des Jahres, vor der Gründung von Eco-Drive, waren es 39. Vom bislang eher schleppenden Erfolg ihrer Initiative lassen sich die Aktivisten nicht abschrecken: „Abgerechnet wird am 15. Januar“, so Kempkens. Dann jährt sich die Gründung des Bündnisses zum ersten Mal, es ist der Stichtag, an dem 111 Elektro-Autos über die Straßen der Stadt rollen sollen.

Abgerechnet wird im Januar

Als wichtigsten Partner haben die Eco-Drive-Macher den heimische Energieversorger Enervie gewinnen können, der die Anschaffung von E-Fahrzeugen in Hagen schon seit Jahren unterstützt. Wer ein Elektroauto kauft, erhält zehn Prozent der Kaufsumme (maximal 1000 Euro), für ein Pedelec gibt es 200, für einen E-Roller 300 Euro. In diesem Jahr schüttet Enervie für die ersten 25 gekauften E-Autos zusätzlich 1000 Euro pro Wagen aus. Wer sich jetzt zum Erwerb eines Elektrofahrzeugs entscheidet, hat gute Chancen, in den Genuss dieser Förderung zu kommen.

Kempkens ist jedoch bewusst, dass es zunächst gilt, die Ressentiments gegen die Elektromobilität in den Köpfen der Bürger abzubauen. Ihm sei klar, dass ein Elek­troauto nicht das erste Fahrzeug in einem Haushalt sei, so der Sprecher des Bündnisses: „Aber wenn mir jemand sagt, mit einem E-Auto könne er ja nicht mal in den Urlaub fahren, dann entgegne ich ihm, er kaufe sich für einen Umzug ja auch keinen Lastwagen.“

Als Stadtauto ideal

Als Stadtauto sei ein E-Wagen geradezu ideal, weshalb Eco-Drive darauf hofft, dass sich noch manches Unternehmen, das beispielsweise auf Kurierdienste angewiesen ist, für die Anschaffung eines umweltfreundlichen Flitzers entscheidet. Hans Peter Scheene, Inhaber einer Gebäudereinigungsfirma aus Boelerheide, schwört auf Elektromobilität und will seinen gesamten Fuhrpark mit den lautlosen, abgasfreien Flitzern bestücken: „Es wird versucht, diese Technik totzureden, aber in einigen Jahren wird sie sich durchsetzen“, ist er überzeugt.

Die dafür notwendige Infrastruktur wächst heran, in Hagen gibt es inzwischen acht E-Tankstellen. Zuletzt hat die Bauhandelsfirma Hofnagel & Bade eine Ladestation installiert, laut Kempkens will demnächst auch der Real-Supermarkt in Bathey nachziehen. Vielleicht inspiriert der Tag der Elektromobilität im Volme-Galerie-Parkhaus ja noch manchen Privatmann oder Unternehmer zum Umstieg auf die umweltfreundliche Technik.

 
 

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