Forderung nach Bus bis Brockhausen

Hagen Aktiv sammelt Unterschriften für Einwohnerantrag "Ausbau Busverkehr statt Reduzierung" - hier an der ehemaligen Endhaltestelle Brockhausen der Buslinie 516.
Hagen Aktiv sammelt Unterschriften für Einwohnerantrag "Ausbau Busverkehr statt Reduzierung" - hier an der ehemaligen Endhaltestelle Brockhausen der Buslinie 516.
Foto: WR

Vorhalle.. Hagen Aktiv und die Bezirksvertretung Nord setzen sich parallel für einen Bus nach Brockhausen ein. Die einen sammeln Unterschriften, die anderen arbeiten an Vorschlägen, die Linie 516 „kostenneutral“ wiederzubeleben.

„Die Resonanz war positiv“, fasst Vorsitzender Bücker zusammen. Immerhin 250 Namen standen nach zwei Stunden auf der ausgelegten Liste. Mindestens 250 Menschen - junge und alte, die seit der Fahrplanumstellung Mitte Juni vom Busverkehr abgeschnitten sind (unsere Zeitung berichtete).

„Vor allem für Ältere ist der Weg weit“, findet Bücker. „Besser wäre, die 516 fährt wieder nach Brockhausen.“ Nach der Brücke über dem Güterbahnhof Vorhalle biegt fährt der Bus seit einigen Wochen nicht mehr geradeaus bis Brockhausen, sondern biegt rechts ab Richtung Vorhaller Bahnhof.

Begründet wird die neue Busstrecke damit, die Hagener Verkehrsgesellschaft (HVG) müsse sparen. Aber wo liegt der Einspareffekt, wenn der Bus statt 400 Meter in die eine 400 Meter in die andere Richtung fährt? Betriebsdirektor Gerhard Spoden klärt auf: „Seit vielen Jahren besteht seitens der Politik und der Bevölkerung der Wunsch, Vorhalle und seinen Bahnhof zu verbinden. Dem sind wir jetzt nachgekommen.“ Eine Einsparung sei das an der Stelle natürlich nicht. Allerdings sei es nicht möglich, Brockhausen und den Bahnhof anzufahren. „Da müsste ich einen zusätzlichen Bus und einen zusätzlichen Fahrern einsetzen.“

Es dauert, bis Veränderungen angenommen werden

Wie viele Fahrgäste in Vorhalle nun von der Bahn in den Bus umsteigen, kann Spoden noch nicht beziffern. „Veränderungen werden nicht von heute auf morgen sprunghaft angenommen. Das dauert. Aber die Zahl wird steigen.“

Noch nicht vom Tisch sind Überlegungen, eine Buslinie aus dem benachbarten Ennepe-Ruhr-Kreis von Herdecke über den Vorhaller Bahnhof bis Vorhalle durchfahren zu lassen. Bei dieser Möglichkeit hakt auch Heinz-Dieter Kohaupt, Bezirksbürgermeister im Hagener Norden, ein. Gemeinsam mit Bundestagmann René Röspel und der gesamten Bezirksvertretung Nord arbeitet er daran, Brockhausen wieder mit dem Bus anzufahren.

„Das geht auch kostenneutral“, ist Kohaupt optimistisch. Entsprechende Vorschläge wollen die Politiker der HVG nach der Sommerpause unterbreiten. Darin sollen verschiedene Möglichkeiten stehen, um Brockhausen nicht für immer aus dem Fahrplan streichen zu müssen.

 
 

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