Entscheidung trifft der Regierungspräsident

Aufmerksam studierten die betroffenen Bürger vor dem Informationsaustausch die Pläne
Aufmerksam studierten die betroffenen Bürger vor dem Informationsaustausch die Pläne
Foto: WP

Hohenlimburg.. Ob Am Berge, an der Schälker Landstraße oder an der Stadtgrenze zu Letmathe. Kein Hausbesitzer möchte die geplanten neuen Höchstspannungsleitungen an seiner Immobilie vorbeigeführt wissen oder gar einen Leitungsmast auf seinem Grundstück haben.

Denn die neuen 380-kV-Leitungen sind bedrückend, so dass viele Bürger Ängste empfinden. Das wurde gestern Abend im Hohenlimburger Rathaussaal deutlich. Dorthin hatte der zukünftige Netzbetreiber Amprion, eine RWE-Tochter, zu einer Bürgerinformation geladen. Rund 150 Interessenten nutzen die Möglichkeit zur Information.

Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, teilweise sogar sehr emotional, die von Joachim Lück hervorragend moderiert wurde. Und auch die Amprion-Vertreter schlugen sich wacker, versuchten die viele Fragen zu klären und Emotionen aus der Diskussion zu nehmen. Das gelang nicht immer. Aber dazu ist der Sachverhalt auch zu brisant.

Bis zum 1. Juni haben die Hohenlimburger Bürger noch Zeit, beim Regierungspräsidenten ihre Bedenken gegen die Trassenführung einzubringen und auch möglich Alternativen aufzuzeigen. Dazu ermutigten sowohl die Amprion-Vertreter als auch die Mitarbeiter der Stadt Hagen die Anwohner vom „Berge“ ebenso wie von der Schälker Landstraße.

Deutlich wurden gestern Abend zwei unterschiedliche Interessenlagen. Die Amprion GmbH möchte die vorhandene (Amprion)-Trasse durch Elsey (Am Berge, Berliner Allee) nutzen; die Stadt Hagen favorisiert eine Variante 2, die nördlich des Neubaugebietes Schälker Heide verläuft und in Höhe Berliner Allee / Kaufland wieder auf bewohntes Gebiet stößt. Dafür haben sich sowohl der Verwaltungsvorstand als auch die städtischen Ausschüsse ausgesprochen.

Die letzte Entscheidung trifft jedoch der Regierungspräsident in Arnsberg.

Weiterer Bericht folgt!

 
 

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