Einsatz gegen Geisterradler

Schwerte.  Die Fahrradfahrerin auf der Schützenstraße ist sich gar keiner Schuld bewusst: „Ist das so wichtig?“, fragt sie Polizeihauptkommissar Michael Jahn, der sie darauf hinwies, dass sie in falscher Fahrtrichtung unterwegs war.

Die Fahrtrichtung ist nicht nur wichtig, sie kann geradezu lebenswichtig sein. Nach Auskunft von Michael Jahn häufen sich die Unfälle mit Radfahrern, die in falscher Richtung auf dem Radweg unterwegs sind im ganzen Kreis Unna, auch in Schwerte. Schon jetzt sind im Kreis doppelt so viele Radler verunglückt wie 2013. Das hat die Polizei auf die Idee zu einer Kampagne gegen „Geisterradler“ gebracht. Nach einem Einsatz am Holzener Weg vor einigen Wochen fand gestern an der Schützenstraße eine legale Graffiti-Aktion statt: Entlang des Radwegs in Höhe des Rathauses II sprühten zwei Beamtinnen etliche Warnhinweise auf: Neongelb und unmissverständlich fordert ein Geist auf dem Fahrrad dazu auf, die Seite zu wechseln.

Michael Jahn: „Parallel zur Sprühaktion werden wir in den kommenden Tagen verstärkt kontrollieren und die Radfahrer für das Thema Fahrtrichtung sensibilisieren.

 
 

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