„Eine Initialzündung für Oege“

Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) möchte ein Heimatmuseum im Gebäude der Oeger Pestalozzischule unterbringen.
Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) möchte ein Heimatmuseum im Gebäude der Oeger Pestalozzischule unterbringen.
Foto: WP

Oege..  Ein Bürgerzentrum für Oege! Für alt und jung. Diese Anregung stellte Stefan Welzel beim Bürgergespräch mit dem Oberbürgermeister Erik O. Schulz vor wenigen Wochen im Oeger „Löschteich“ in den Raum. Jetzt greift Frank Schmidt von den Bürgern für Hohenlimburg diese Idee auf und möchte in der kommenden Woche in der Sitzung der Bezirksvertretung die Einrichtung eines Bürgerzentrums im Gebäude der jetzigen Pestalozzi-Schule mit den Elementen Volkshochschule, Bürgercafé und Heimatmuseum auf Realisierung prüfen zu lassen.

„Die Maßnahme ist aus einer Vielzahl von Gründen sinnvoll und vorteilhafter als ein Umzug der VHS aus der Pestalozzischule ins Hohenlimburger Rathaus“, sagte Schmidt gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. „Sie würde dem Stadtteil Oege eine dringend erforderliche Aufwertung zu Teil werden lassen.“

Im Gespräch mit dieser Zeitung hatte Markus Overkott, Geschäftsführer der Barmer Wohnungsbau, nämlich Großinvestitionen rund um die Piepenstockstraße angekündigt, „wenn Oege belebt werde“. Dazu würde die Einrichtung eines Bürgerzentrums beitragen.

Die drei großen vorderen Räume (siehe dazu Infobox) könnten als Ausstellungsräume für ein Heimatmuseum genutzt werden. Zahlreiche Exponate aus Hohenlimburg liegen bekanntlich seit vielen Jahren im Zentraldepot der Stadt Hagen und werden der Öffentlichkeit vorenthalten. Diese nach Hohenlimburg zurückzubringen ist für zahlreiche Heimatfreunde eine Herzensangelegenheit.. Andere Exponate sind in der Dauerausstellung des Historischen Centrums zu sehen. Darüber hinaus gibt es noch ein historisches Zimmer im Hohenlimburger Rathaus. Schmidt: „Diese Exponate können dann gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert werden.“

Stein und Stahl prägen den Stadtteil

Möglicherweise könnten auch Oeger Unternehmen einbezogen werden. „Stein und Stahl“ haben bekanntlich für Jahrzehnte diesen Stadtteil geprägt. Und warum sollte das nicht in einer Ausstellung dargestellt werden.

Der hintere Bereich des Gebäudes bietet sich, so Schmidt, als VHS-Standort an, weil genügend Platz vorhanden ist. Zusätzlich zu den Kursusräumen würden weitere Fachräume zur Verfügung stehen.

Café für VHS und Museum

Außerdem gibt es ausreichend Platz für ein Café, das von Kursusteilnehmern und Museumsbesuchern genutzt werden kann. In den Sommermonaten könnte dieses sogar auf den Innenhof ausgeweitet werden. Die Volkshochschule könnte natürlich auch die Oeger Turnhalle nutzen, um Taiji-, Chi-Gong- oder Yoga-Kurse anzubieten. Diese gehören aktuell ausschließlich zum Programm der Volkshochschule in Hagen.

Weil jedoch immer dann, wenn die VHS Kurse anbietet, aus rechtlichen Gründen ein Objektbetreuer anwesend sein muss, sind die zusätzlichen Personalkosten für einen möglichen Museumsbetrieb durchaus überschaubar.

Frank Schmidt: „Das Schulgebäude mit seiner denkmalgeschützten Fassade, die ohnehin instand gehalten werden muss, wird bei einer solchen Lösung weiterhin komplett genutzt und droht nicht zu verfallen. Das ist für die Nachbarn sicherlich angenehmer.“

Eine Realisierung dieses Denkmodells bietet für ihn auch den Vorteil, dass die Pläne für das Hohenlimburger Rathaus nicht eingeschränkt werden. „Damit erhalten wir uns alle Optionen.“ Denn ein Vorschlag der Verwaltung ist es, die VHS ab Sommer im Hohenlimburger Rathaus unterzubringen. Das wäre unstrittig zentraler, hätte aber die Konsequenz, dass sich die VHS einschränken müsste. Und sich dann die Vorschläge der Werbegemeinschaft mit einer Rathaus-Galerie nicht mehr umsetzen ließen.

 
 

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