Eine Bühne abseits des Mainstreams

Furiopolis, fünf wilde Jazzgesellen, die sich über das deutsche Volkslied hermachen treten am 17. Februar 2011 im Kulturzentrum Pelmke auf.
Furiopolis, fünf wilde Jazzgesellen, die sich über das deutsche Volkslied hermachen treten am 17. Februar 2011 im Kulturzentrum Pelmke auf.
Foto: WP

Wehringhausen.. Jazz ist schon seit Jahren fester Bestandteil des Programms der Pelmke. Dafür wurde das Kulturzentrum nun vom Landesmusikrat NRW ausgezeichnet. „Die Arbeit, die Sie leisten, trägt maßgeblich dazu bei, dass NRW seinen Ruf als Musikland auch in Sparten, die nicht unbedingt die Kassen füllen, behaupten kann“, sagte Staatssekretär Prof. Klaus Schäfer bei der Preisverleihung in Düsseldorf. Insgesamt wurden 13 Spielstätten aus 40 Bewerbern ausgezeichnet, die sich durch innovative und ambitionierte Programme oder Nachwuchsförderung hervortun. Die Pelmke darf sich über 5 000 Euro freuen.

„Ich weiß, wie schwer es für junge Musiker ist, Spielstätten für eigene Auftritte zu finden“, sagt Stefanie Heine, die zusammen mit Manuel Nitschke das Jazzprogramm ehrenamtlich organisiert. „Umso erfreulicher ist ein Preis, der diese Bühnen auszeichnet und so deren Fortbestand sichert.“

Seit fünf Jahren findet Jazz in der Pelmke in Kooperation mit den Jazzlines statt. In dieser Zeit konnten sich die Veranstalter stets auf ein treues Stammpublikum verlassen. Aber auch Neuinteressierte werden bei den kommenden Veranstaltungen ausreichend Platz vorfinden. Zum Beispiel am Donnerstag, ab 20.30 bei Furiopolis.

„Wir bieten in der Regel acht Veranstaltungen im Jahr an“, sagt Jürgen Breuer, Geschäftsführer des Kulturzentrums. Dabei setzt das Team auf zeitgenössischen Jazz und junge Künstler. „Wir versuchen, ein Mal im Jahr einen Künstler zu engagieren, der bekannt ist aus Funk und Fernsehen“, so Heine, die diese Auszeichnung auch als Wertschätzung sieht, aber auch als Motivation, weiter zu machen. „Wir stecken viel Zeit in diese Sache und ohne die Unterstützung der Hauptamtlichen in der Pelmke wäre das alles trotzdem nicht möglich“, so Heine. „Dabei halte ich ein solches Angebot wichtig für den Status einer Stadt.“ Der kann diesbezüglich im März weiter aufpoliert werden, wenn am 24. die Nicolas-Simion-Group mit „Transylvanien Jazz“ zu Gast sein wird. „Darauf freuen wir uns schon besonders“, so Heine.

 
 

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