Ein ICE wird quer durch Hagen transportiert

Firma Schenker Hagen transportierte ein Intercity von Chemnitz zum Güterbahnhof Hagen Eckesey. (Foto.Richard Holtschmidt)
Firma Schenker Hagen transportierte ein Intercity von Chemnitz zum Güterbahnhof Hagen Eckesey. (Foto.Richard Holtschmidt)
Foto: WR Richard Holtschmidt

Hagen.. (BJ) „Komplex, aber nicht ungewöhnlich.“ So charakterisiert Karl Hammerschmidt den Schwertransport, der am Samstag in der Frühe seinen Weg von Schwerte-Ergste nach Eckesey fand. Transportiert wurde von der Schenker Deutschland AG die Zugkomponente eines ICE-T. Das Gefährt hatte ein Gesamtgewicht von 174 Tonnen und eine Länge von 58 Metern. Auf 27 Meter war der Tieflader auf vier Meter verbreitert. „Das macht jede Kurve zur Herausforderung“, sagt der Leiter der Abteilung für Spezialtransporte, die seit 40 Jahren in Hagen beheimatet ist und von hier aus bundesweit operiert.

Der ICE-T kam auch Chemnitz und wird nun in Eckesey eingelagert. Dass das Schienenfahrzeug über die Straße nach Hagen transportiert wurde, liegt an der fehlenden Zulassung für den Schienenverkehr vom Eisenbahnbundesamt. Der 50 Tonnen schwere Zug ist ein Ersatzfahrzeug, das seit längerem nicht mehr im aktiven Betrieb ist.

Von Chemnitz aus ging es über die Autobahn bis Hamm. Dort über Land bis Werl, wo es auf die A44 und später auf die A1 ging. Schließlich wechselte der Transport auf die A45 bis zur Anschlussstelle Schwerte-Ergste. Von dort aus ging es um 4.15 Uhr in Richtung Boeler Kreisel, vorbei am Markt in Richtung des zweiten Kreisels, wo die Zugmaschine des Lkw gegen 6 Uhr umgekoppelt wurde. Denn Rest der Schwerter Straße wurde der Auflieger dann bis zum Eckeseyer Güterbahnhof geschoben und dort um 6.45 Uhr per Kran auf die Gleise gehoben. Von Chemnitz bis Hagen kümmerten sich sechs Personen um den Transport in Hagen stießen weitere acht Mitarbeiter dazu. „Der Transport ist gut gelaufen. Nach Hagen rein war es überhaupt kein Problem mehr“, so Hammerschmidt. Der Transport wurde sechs Wochen lang akribisch vorbereitet. Es wurden Kurven auf der Wegstrecke vermessen und Lastberechnungen für Brücken angestellt. Schließlich mussten die entsprechenden Genehmigungen mit spezifischen Auflagen eingeholt werden.

In der Nacht auf den kommenden Freitag wird das Mittelstück des ICE auf gleichem Wege von Chemnitz nach Hagen überführt und in der darauffolgenden Woche schließlich die letzte Komponente. Dann ist der ICE wieder komplett und wird dauerhaft eingelagert – auf Schienen. „Denn Züge gehören auf die Schiene. Da fühlen sie sich wohl“, betont Hammerschmidt nach dem erfolgreichen ersten Teil der Überführung.

 
 

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