Dustin Steinkühler will in der Filmbranche bekannt werden - Stipendium vom Land

Christian Rasche
Dustin Steinkühler freut sich über das Stipendium für seine Firma "überRot".
Dustin Steinkühler freut sich über das Stipendium für seine Firma "überRot".
Foto: WP
Es war kalt. Schauspieler und Regisseur klapperten sprichwörtlich mit den Zähnen, angesichts einer Poolszene, die im Garten des Vaters gedreht werden sollte. So hat alles begonnen. Heute blickt Jungregisseur und Stipendiat Dustin Steinkühler mit einem Schmunzeln auf seine Anfänge zurück.

Hohenlimburg. „Das war schon irre. Allerdings zeigt dieses Beispiel deutlich, dass viel Fleiß nötig war, um sich in der Branche hochzuarbeiten“, lacht Dustin Steinkühler (30), der jüngst mit seiner Firma „überRot“ ein Stipendium in Höhe von 10 000 Euro von der „Film und Medien Stiftung NRW“ erhalten hat und in der Filmbranche nun immer mehr Fuß fassen will.

Kurzfilme, Werbe- und Imagefilme, Musikvideos und etliche weitere Vorhaben hat sich der Hohenlimburger auf seine Fahnen geschrieben, der möglichst breit gefächert arbeiten will.

Zusammen mit Stephan Fröhlich (Editor/Regisseur), Ingo Russland (VFX-Artist/Regisseur), Linda Köster (Grafikdesignerin), Jacek Kubaczynski (Kameramann/Regisseur), Irfan Akcadag (Kameramann/Regisseur) und Dajana Steinkühler (MakeUp Artist/Maskenbildnerin) gründete er die Firma „überRot - Film und Design“ und eröffnete sein eigenes Büro in Dortmund. Dass sein Unternehmen nun mit einem Stipendium bedacht wurde, eröffnet dem talentierten Jungunternehmer ungeahnte Möglichkeiten und ist der Lohn für viel Arbeit und Mühe.

„Es ist toll, dass das Land Nordrhein-Westfalen an einen glaubt und dass man diese großartige Unterstützung erhält. Wir sind stolz, als einziges Unternehmen, das nicht aus dem Raum Düsseldorf-Köln kommt, ausgezeichnet worden zu sein“, strahlt Steinkühler, der im Rahmen des Stipendiums auch zur „Berlinale“ eingeladen wurde.

„Plötzlich erhält man Kontakte, an die man sonst nie herangekommen wäre. Im Rahmen des Stipendiums werden wir zudem gecoacht, wie man ein Filmunternehmen etablieren kann und an Aufträge gelangt“, freut sich der 30-Jährige, den es für Filmaufnahmen bereits an den „Big Apple“, also nach New York City (USA), verschlagen hat.

„Wir haben dort einen Film für Reisebüros gedreht mit einer kleinen Story und einigen Schauspielern. Wahrscheinlich wird er ab Mai als Kinowerbung auch im Cinestar Hagen laufen“, verrät Steinkühler, der jedoch in einer ganz neuen und immer populärer werdenden Branche aktiv werden will.

„Onlinevideos werden unter anderem von Firmen genutzt, um sich zu präsentieren. Der Markt ist sehr groß und gefragt, weshalb wir uns auch in dieser Sparte durchsetzen wollen“, erklärt der „Tausendsassa“, der genau weiß, dass die Filmbranche kein Selbstläufer ist. Mit dem Stipendium hat das Unternehmen nun etwas Luft, um sich zu vergrößern. Viele kleine Projekte sind derzeit in Arbeit und müssen zu einem Abschluss gebracht werden.

Student will Diplomfilm im Sommer fertigstellen

Sein ganz persönliches Großprojekt will Dustin Steinkühler im Sommer drehen. Der Student der Ruhr-Akademie muss nämlich seinen Diplomfilm fertigstellen. Unter dem Arbeitstitel „Uniform“ will er einen 30-minütigen Kurzfilm kreieren, zu dessen Inhalt er noch keine näheren Angaben machen will.

Für das junge Team von „überRot“ steht nun viel Arbeit an. Ein Traum des Unternehmers ist die Produktion eines großen Films.„Es wäre toll, wenn man ein ausreichendes Budget hätte, um sich einmal richtig kreativ austoben zu können. Und man sich nicht überlegen muss, ob ich mir eine zusätzliche Lampe leisten kann“, schmunzelt Steinkühler. Möglicherweise kommt irgendwann einmal die Zeit, in der auf der Kinoleinwand zu lesen ist: „Directed by Dustin Steinkühler“...