Dreimal Patt bei Parteiwahl - dann wurde Münze geworfen

Die SPD entschied per Los.
Die SPD entschied per Los.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Dreimal gab es ein Patt bei der Hagener SPD im Norden, als der Kandidat für das Bezirksbürgermeister-Amt gekürt werden sollte: Dann wurde eine Münze geworfen. Andreas Schumann hatte schließlich Glück. Er ist jetzt Spitzenkandidat.

Hagen.. So etwas gibt es nicht alle Tage: Mit einer Münze hat die SPD im Norden den Zweikampf von Andreas Schumann und Günter Mosch zur Kandidatur um das Bezirksbürgermeister-Amt entscheiden müssen. Auch nach drei Wahlgängen stand es 10:10. Die SPD-Statuten sehen danach den Losentscheid vor. Schumann, Vorsitzender der SPD Boele-Kabel, hatte am Ende Glück. „Ich freue mich wahnsinnig. Ich habe mein ganze Leben lang im Norden gelebt. Hier will ich an führender Stelle Politik machen.“

Von einer Kampfkandidatur will er gar nicht erst reden: „Ich schätze Günter Mosch über alle Maßen.“ Der sei schließlich 20 Jahre lang Fraktionsvorsitzender gewesen. „Wir sind immer ganz offen mit unseren Kandidaturen umgegangen.“ Mosch, Vorsitzender SPD Boelerheide, belegt nun Platz 2 der Reserveliste der SPD für die Bezirksvertretung Nord. Allerdings erst nach einer weiteren spannenden Wahl bei der Versammlung.

Frauen ziehen zurück

Für Listenplatz 2 konkurrierten ursprünglich die als Einzelkandidatin geführte Angelika Kepp sowie Ina Maike Stammer aus Garenfeld. Die junge Kandidatin erhielt zwar im ersten Wahlgang die Mehrheit der Stimmen, aber nicht die nötige absolute Mehrheit.

Vor dem zweiten Wahlgang überzeugte SPD-Parteichef Timo Schisanowski die Konkurrentinnen, ihre Kandidatur zurückzuziehen. So konnte der zuvor unterlegene Mosch von Platz 5 noch auf den zweiten Listenplatz vorrücken. Die weiteren Listenplätze: Tim Lux (Helfe-Fley), Peter Timm (Vorhalle), Sven Söhnchen (Eckesey) und Ina Maike Stammer (Garenfeld). Als Huckepack­kandidaten wurden gewählt Karl Heinz Klos, Angelika Kepp und Dirk Schmidt.

 
 

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