Dreiklang in der Pestalozzi-Schule

Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) möchte ein Heimatmuseum im Gebäude der Oeger Pestalozzischule unterbringen.
Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) möchte ein Heimatmuseum im Gebäude der Oeger Pestalozzischule unterbringen.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Was passiert mit der Pestalozzi-Schule? An der Oeger Straße prallen aktuell zwei Interessengegensätze aufeinander. Eine Nachfolgenutzung des historischen Gebäudes, die in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung durch die Schulverwaltung vorgestellt wurde, wird von der Hohenlimburger SPD ausdrücklich begrüßt. Die Wilhelm-Busch-Förderschule soll ihren Standort in Halden aufgeben und nach Oege ziehen, um diesen näher an den Standort Obernahmer anzubinden. „Besser könnte es nicht sein. Mit der Nachnutzung der Schule bleibt den Vereinen, vor allem dem TuS Oege, auch die Oeger Sporthalle erhalten. Darüber hinaus rücken die beiden Förderschul-Standorte in Oege und in der Nahmer zusammen“, argumentiert Ratsfrau Ramona Timm-Bergs. „Für ein Heimatmuseum, das in den Räumen der Pestalozzi-Schule angedacht ist, wird man in Hohenlimburg sicherlich einen anderen geeigneten Platz finden.“

Nicht vorschnell Fakten schaffen

Das sieht Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) ganz anders. Deshalb hofft er, dass die Hagener Politik in dieser Woche keine Fakten schafft, die seine Träume beenden. Denn er möchte, im Sinne zahlreicher Hohenlimburger, das historische Gebäude für ein Bürgerzentrum nutzen: mit Volkshochschule, mit heimatkundlichen Räumen und möglicherweise auch mit der Wilhelm-Busch-Förderschule.

Die Auffassung der Verwaltung, dass ein solcher Dreiklang nicht zu verwirklichen sei, teilt er aktuell nicht. Nach seiner Einschätzung hängt die Realisierung eines Bürgerzentrums von einem Verbleib der Volkshochschule an der Oeger Straße ab. „Dieses bindet Publikum“, betont Schmidt, der aktuell in Kontakt mit einem internationalen Unternehmen steht, dessen Wiege sich in Hohenlimburg befand. Zur deutschen Niederlassung hat er ein umfangreiches Exposé für ein Heimatmuseum geschickt und damit dort großes Interesse geweckt. „Ich habe die Zusage, dass Mitarbeiter in den nächsten Wochen nach Hohenlimburg kommen werden, um sich das Gebäude anzusehen und zusätzlich Gespräche mit der Stadt Hagen und der Südwestfälischen Industrie-und-Handelskammer führen möchten“, macht Schmidt deutlich, dass mit einer möglichen Unterstützung des internationalen Wirtschaftsriesen eine Umsetzung seiner Pläne möglich sein könnte.

Zumal auch die Hohenlimburger Kalkwerke als unmittelbarer Nachbar bereits Interesse signalisiert haben, mitziehen zu wollen.

 
 

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