Diskussion über Theater-Zukunft in Hagen auf den 8. Mai vertagt

Seit langem wird über die Zukunft des Theaters  diskutiert. Eine Rechtsformänderung wird angestrebt.
Seit langem wird über die Zukunft des Theaters diskutiert. Eine Rechtsformänderung wird angestrebt.
Foto: Archiv
Die Diskussion über die Zukunft des Hagener Theaters kann im Kulturausschuss erst am 8. Mai geführt werden. Wie im Vorfeld zu erwarten, kamen die Mitglieder des Kultur- und Weiterbildungsausschusses (KWA) keinen Schritt weiter in puncto Rechtsformänderung des Theaters und Orchesters.

Hagen. Wie zu erwarten, kamen die Mitglieder des Kultur- und Weiterbildungsausschusses (KWA) keinen Schritt weiter in puncto Rechtsformänderung des Theaters und Orchesters. Grund: Die Vorlage mit detaillierten Ausführungen zur Umwandlung der Spielstätte in eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) wurde nicht wie versprochen im Vorfeld versandt, sondern lag lediglich als Tischvorlage aus. Folge: Die Mitglieder hatten nur wenige Minuten Zeit, über das achtseitige Schreiben plus Anlagen zu schauen. Kulturdezernent Thomas Huyeng betonte, dass das aktualisierte Papier erst vier Stunden vor Sitzungsbeginn gedruckt worden sei, „daher handelt es sich auch nur um eine Einbringung“.

Ergänzungen nötig

Huyengs Begründung: Ergänzungen, u.a. ein Schreiben vom Bundesministerium für Finanzen, hätten noch eingearbeitet werden müssen. Eine ernsthafte Diskussion über die Zukunft des Theaters kann daher erst im nächsten KWA am 8. Mai stattfinden. Die Ausschussmitglieder reagierten ungehalten über die erneute Verschiebung. Victor Dücker (FDP) erzürnt: „Wir haben wertvolle Zeit verloren, und dabei diskutieren wir zum x-ten Male über das gleiche Thema. Allerdings sollten wir parteiübergreifend mit einer Stimme gegenüber dem Regierungspräsidenten in Arnsberg sprechen.“

Huyeng abschließend: „Aus Haushaltskonsolidierungsgründen müssen wir bis zur ­Sommerpause zu Potte kommen.“

Europaweite Ausschreibung

Weiteres Thema im KWA: die europaweite Ausschreibung des Wach- und Garderobendienstes für das Theater ab August. Hintergrund: Der Haupt- und Finanzausschuss hatte der Verwaltung den Auftrag erteilt zu prüfen, ob über das Stadttochterunternehmen G.I.S. die Aufgabe zu gleich günstigen Konditionen übernommen werden könnte. Im Vergleich zum letzten Vertragspartner fällt das Angebot der G.I.S. allerdings um 8000 Euro höher aus. Friedrich-Wilhelm Geiersbach (SPD) appellierte daran, durch eine europaweite Ausschreibung die Bürokratie nicht weiter aufzublähen und erinnerte an das Tariftreuegesetz. Ergebnis: Die Mehrheit der Ausschussmitglieder sprach sich gegen die aufwändige Ausschreibung aus.

Intendant Norbert Hilchenbach und GMD Florian Ludwig stellten den Spielplan 2013/14 vor. Unter schwierigen Bedingungen habe man einen attraktiven Spielplan mit insgesamt 450 Veranstaltungen, Stücken aus elf Nationen und fünf Jahrhunderten zusammengestellt, unterstrich Hilchenbach.

 
 

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