Die Zuversicht ist beim TuS Holthausen zurück

Die Jugendmannschaften von den Minis bis zur D-Jugend sind beim TuS Holthausen gut aufgestellt.
Die Jugendmannschaften von den Minis bis zur D-Jugend sind beim TuS Holthausen gut aufgestellt.
Foto: WP
Nachdem zum Saisonbeginn die fußballerische Zukunft beim TuS Holthausen in den Sternen stand, ist mit Trainer Horst Anweiler die Zuversicht zurückgekehrt

Hohenlimburg..  Die Fußballer des TuS Holthausen haben sich nach dem Umbruch wieder gefangen. Nachdem sich die komplette 1. Mannschaft verabschiedet hatte und die Reserve als neues Aushängeschild in der C-Liga auf Tore- und Punktejagd gehen musste, kann der Blick wieder nach vorne gerichtet werden.

Derzeit steht der TuS mit 30 Punkten auf einem soliden neunten Tabellenplatz in der Kreisliga C. Doch diese Klasse genügt keineswegs den Ansprüchen der Verantwortlichen. „Erstmal sind wir froh, dass wir überhaupt noch eine Mannschaft haben, aber im kommenden Jahr wollen wir oben mitspielen und dann natürlich auch den Aufstieg in Angriff nehmen. Das wird allerdings nicht so leicht, denn man muss immer abwarten, wie die anderen Vereine ihre Reserve-Teams aus den höher spielenden Mannschaften aufstocken“, meint TuS-Jugendleiter Frank Bachgardt. Schon jetzt zeigen die Holthauser durchaus ansprechende Leistungen, auch wenn der Kader mit rund 15 Spielern noch dünn besetzt ist. Philipp Petry hat sich mit immerhin 27 Treffern auf Platz drei der Torjägerliste eingereiht. „Wir werden aber zur neuen Saison drei bis vier neue Spieler holen müssen, denn ich gehe davon aus, dass uns auch das ein oder andere Talent weggepflückt werden wird“, macht sich Bachgardt keine Illusionen.

Aus der Jugend kann das Seniorenteam nicht bestückt werden, und es sieht auch nicht danach aus, als sei das in naher Zukunft möglich. „Von den Minis bis zur D-Jugend sind wird hervorragend, teilweise sogar mit zwei Teams, besetzt. Die C-Jugend mussten wir allerdings mangels Masse abmelden und auch in der kommenden Saison werden wir wohl keine melden. Ab einem bestimmten Alter wandern die Spieler ab. Die wollen eben gerne auf einem Kunstrasenplatz spielen, und den können wir mittelfristig nicht bieten“, stellt der Jugendleiter klar.

Längerfristige Zusammenarbeit

Das Interesse der Öffentlichkeit am TuS ist vorhanden. Zwar ist das Zuschaueraufkommen bei den Spielen der Senioren übersichtlich, doch die Jugendspiele sind gut besucht. „Wir versuchen auch immer, die vier Spieler am Samstag direkt hintereinander zu legen“, erklärt Frank Bachgardt. Es bewarb sich sogar per Email ein 16-Jähriger, der über die Internetseite des Vereins (www.tus-holthausen.de) aufmerksam wurde. Dieser will nun in der kommenden Saison bei der Betreuung eines Jugendteams helfen und dann als Trainer tätig werden. Über eine solche Resonanz freut sich der Verein natürlich in der aktuellen Situation ganz besonders. Bachgardt baut nun darauf, dass Horst Anweiler, sportlicher Leiter und Trainer der 1. Mannschaft, ein Jahr weitermacht.

„Wenn ich eine Mannschaft trainiere, dann integriere ich mich auch richtig im Verein uns setze auf Konstanz“, gibt Anweiler grünes Licht für eine längerfristige Zusammenarbeit. Als der 58-Jähre dem Drängen des Vereins vor der Saison nachgab, blickte er beim Saisonauftakt in die Augen von ganzen sechs Spielern. Anweiler ließ seine Kontakte spielen und schaffte es bis zum Saisonbeginn, zwölf Spieler im Kader zu haben, der bis heute auf 16 Spieler aufgestockt werden konnte.

„Wir stehen jetzt auf de neunten Platz. Damit sind wir zufrieden und die Tendenz ist positiv. In erster Linie geht es bei uns aber darum, eine Mannschaft zu formen. Dabei geht es nicht um das Sportliche, sondern viel mehr um den Charakter“, betont der Trainer, der die Herausforderung trotz einiger Angebote höher spielender Mannschaften angenommen hat: „Mir macht es hier richtig Spaß!“ Allerdings sieht er die Sache auch realistisch: „Die C-Liga ist nunmal die unterste Klasse. Da muss man schon froh sein, wenn ein Schiedsrichter kommt. Da gehen teilweise Dinge ab, die will man nicht für möglich halten. Dazu kommt, dass wir mit dem Aschenplatz einen echten Acker haben, auf dem wir spielen. Verstärkungen sind ohne Sponsoren kaum zu bekommen und da haben wir in der Liga eben schlechte Chancen.“

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