„Die Straße ist voll mit Kindern“

Seit eineinhalb Jahren stolze Hausbesitzer: Björn und Jessica Risse mit Töchterchen Zoe.
Seit eineinhalb Jahren stolze Hausbesitzer: Björn und Jessica Risse mit Töchterchen Zoe.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Die Familie Risse zog vor eineinhalb Jahren in das Neugebiet in Fley. „Hier in den Einfamilienhäusern leben fast nur junge Familien mit Kindern“, loben die Risses, die bald zu viert sein werden.

Fley.. ­Es ist ein klassisches Neubaugebiet. Mit provisorischer Zufahrt, halbfertigen Gärten und Terrassen, mit Pritschenfahrzeugen, die darauf hindeuten, dass noch etliche Handwerker die letzten Arbeiten verrichten. Und mit jeder Menge Kindern. „Darum sind wir in ein Neubaugebiet gezogen. Das ist ideal für Familien, die Nachbarschaft ist homogen“, sagt Jessica ­Risse.

Seit eineinhalb Jahren im Heugarten

Wir besuchen die junge Familie – Jessica, ihren Mann Björn und Töchterchen Zoe – in ihrem Haus, das sie im Oktober 2013, also vor gut eineinhalb Jahren, in der Straße Heugarten bezogen hat. „Aus der Mietwohnung ins Eigenheim“, so lautet der Titel der heutigen Folge unserer großen Wohnserie. Und die Familie Risse ist hierfür ein Beispiel par excellence.

Drei Jahre hat das Paar (anfangs allein, später mit Zoe) am Spielbrink zur Miete gewohnt. „Wir ­haben uns vor sechs Jahren kennengelernt und wussten sehr schnell, dass wir zusammen ziehen und möglichst bald Eigentum schaffen wollten“, blickt Björn Risse zurück. Der Informatiker und die Speditionskauffrau waren sich einig, dass sie, statt Miete zu zahlen, die unweigerlich „weg ist“, lieber die eigenen vier Wände abbezahlen. „Außerdem waren die Zinsen vor drei, vier Jahren, als wir anfingen, uns mit dem Thema Eigenheim zu beschäftigen, auch schon erfreulich niedrig. Was wiederum bedeutete, dass der Markt an alten, renovierungsbedürftigen und somit erschwinglichen Häusern ziemlich leer gefegt war“, erklärt der 34-Jährige.

Also ein Neubau. Das Gebiet in Fley besteht aus etwa 25 Häusern, Familie Risse war die fünfte Partei, die sich hier niederließ. Eine befreundete Familie zog schräg gegenüber ein, die übrigen Nachbarn lernte man peu à peu kennen. „Um uns herum wohnen fast nur junge Familien. Und an Wochenenden und wenn das Wetter schön ist, ist die Straße voll mit Kindern“, sind die Risses mit ihrer Wahl des Neugebietes in Fley zufrieden. Ob sie allerdings ein zweites Mal in Hagen bauen würden, wissen sie nicht: „Die Grundbesitzabgaben in Hagen sind hoch, und die Kindergartenplätze teuer“, resümiert Jessica Risse. Andererseits sei die Lage des Grundstücks traumhaft, und ihre wie auch Björns Eltern würden in Hagen wohnen. Außerdem ist der Kindergarten, den Zoe besucht, nur einen Steinwurf entfernt, was in wenigen Jahren auch praktisch für das zweite Kind sein wird, das in ein paar Tagen zur Welt kommt.

Haus mit Garten ist herrlich

Jessica ist mitten in der Stadt – in der Graben- /Ecke Bahnhofstraße – aufgewachsen. „Ich musste mich daran gewöhnen, dass es hier draußen in Fley so ruhig ist, manchmal zu ruhig“, gesteht die 29-Jährige. Und fügt an: „Aber ein Haus mit Garten ist schon herrlich.“ Björn Risse nickt. Den Garten samt Terrasse und Mauern haben die Risses selbst fertig gestellt, „ darauf sind wir schon ein bisschen stolz“.

Vieles wird teurer als ursprünglich geplant, und Kosten, die nicht einkalkuliert waren, rollen plötzlich auf einen zu – das wissen auch die Häuslebauer Risses. „Nun ja, der offene Kamin im Wohnzimmer und die Garage müssen noch ein bisschen warten“, schmunzeln die beiden, doch Brass und Zorn zeichnen sich nicht auf ihren Gesichtern ab. „Wir sehen, wie unser Haus langsam wächst. Und das ist schön.“

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