Die Sitzordnung

Reichlich Organisatorisches wurde kurz vor der Sommerpause in der konstituierenden Sitzung des Rates abgehandelt. Aber einige wesentliche Dinge sind auch liegengeblieben. Zumindest in den Augen der Fraktion „Die Linke“. Das Trio musste nämlich irritiert feststellen, dass im Hagener Ratssaal links von der Partei offenbar doch noch politischer Spielraum ist.

Ausgerechnet das Triumvirat der AfD wurde vom Zeremonienmeister am linken Rand des hohen Hauses platziert. Also eine noch junge Partei, die mit ihrem Wirken bislang eher selten dadurch aufgefallen ist, dem kommunistischen Manifest besonders nahe zu stehen. Daher ließ Linken-Chef Ingo Hentschel zuletzt keinen Zweifel, dass in Sachen Sitzordnung noch nicht das letzte Wort gesprochen sein.

Die jüngsten Ereignisse rund um die Fraktionssitzungsräume haben Hentschels Angriffslust sogar noch befeuert. Denn ursprünglich sollten die Linken die Besprechungslokalität von Hagen Aktiv im Rathaus an der Volme erben. Doch dort macht sich seit Grzeschistas Liberalen-Bekenntnis jetzt urplötzlich die zur Fraktion wiedererstarkte FDP breit.

Prompt erklärten sich die Linken um des lieben Friedens willen bereit, ihren alten Sitzungsraum im Nebengebäude weiternutzen zu wollen. Dort ist in der Zwischenzeit – man ahnt es schon – jedoch die AfD eingezogen. Für die Fraktion der Linken steht daher aktuell bloß noch ein viel zu enger Schulungsraum bereit. Ein Zustand, den Hentschel keineswegs sechs Jahre erdulden möchte. Vielleicht kann ihn ja eine Umplatzierung der AfD im Ratssaal beschwichtigen . . .

 
 

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