Die Bürgerstiftung hat einen neuen Vorsitzenden

Die  Bürgerstiftung der Theaterfreunde Hagen hat einen neuen Vorsitzenden:  Dr. Hans-Toni Junius (li.) hat die Leitung von Bernd Pederzani übernommen.
Die Bürgerstiftung der Theaterfreunde Hagen hat einen neuen Vorsitzenden: Dr. Hans-Toni Junius (li.) hat die Leitung von Bernd Pederzani übernommen.
Foto: WP
Nach fünf Jahren engagierter Arbeit gibt Bernd Pederzani die Leitung der Bürgerstiftung in jüngere Hände.

Hagen.. Die Bürgerstiftung der ­Theaterfreunde hat einen neuen Vorsitzenden. Dr. Hans-Toni Junius, Geschäftsführer des Stahlband-Herstellers C.D. Wälzholz, wurde auf der Stifterversammlung am Donnerstagabend im Jungen Theater Lutz einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Bernd Pederzani trat nach fünfjähriger engagierter Arbeit von der Vorstandsspitze zurück.

Lautstarke Fürsprecher gesucht

Klaus Hacker, Vorsitzender des Kuratoriums, blickte auf die vergangenen fünf Jahre zurück. Auf seine Initiative hin wurde im Januar 2007 die Bürgerstiftung durch zehn Mitglieder gegründet und Bernd Pederzani zum ersten Vorsitzenden gewählt. Hauptziel sei von Anfang an gewesen, das Hagener Theater langfristig zu ­sichern, unterstrich Hacker.

In die gleichen Fußstapfen will auch Junius treten und auf Nachhaltigkeit und Perspektive setzen. „Klaus ­Hacker hat mich zur Übernahme des Ehrenamtes überredet“, sagte der kulturaffine Unternehmer schmunzelnd, „doch das Theater, das zweifelsohne ein wichtiges kulturelles Zentrum mit langer Tradition ist, ist es wert.“ Natürlich stecke die Politik die Rahmenbedingungen für das kulturelle Leben in Hagen ab, doch das Theater brauche unbedingt noch einige weitere lautstarke Fürsprecher. Junius: „Die Politiker ­müssen ­spüren, dass es gefährlich ist, das Theater anzupacken.“

Außerdem unterstrich der neue Vorsitzende, dass das Hagener Haus auf Persönlichkeiten wie Werner Hahn, Norbert Hilchenbach und Florian Ludwig stolz sein könne, „sie leuchten weit über die Stadtgrenzen hinaus und sind wichtig für das Image der Stadt“.

Stiftungskapital verdoppeln

Kuratoriumsmitglied Dr. Klaus Fehske analysierte die letzten fünf Jahre. Sein Resümee: Die Bürgerstiftung hat drei von vier ihrer seit 2007 anvisierten Ziele erreicht. So habe man sich erfolgreich in die politische Diskussion eingebracht und Akzeptanz erlangt, außerdem die Arbeit des Stadttheaters unterstützt sowie 500 Zustifter gewonnen.

Das Ziel, das Stiftungskapital ­innerhalb von fünf Jahren auf eine Million Euro zu erhöhen, habe man allerdings nicht erreicht. Derzeit liegt das Stiftungskapital bei 250.000 Euro.

Toni Junius strebt deshalb nun eine Verdoppelung des aktuellen Stiftungskapitals innerhalb der nächsten fünf Jahre an, er will potenzielle Stifter gezielt ansprechen und gemeinsame Veranstaltungen von Theater und Bürgerstiftung an­stoßen. Angedacht sind eine 60er-Jahre-Revue, deren Erlöse der ­Bürgerstiftung zukommen, sowie ein Benefiz-Konzert zugunsten der Bürgerstiftung.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen