Dehm kündigt neuen Vorstoß in Sachen Namenszusatz an

Hubertus Heuel
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen. Oberbürgermeister Jörg Dehm will die Hagener Ortseingangsschilder erneut mit einem Namenszusatz ausstatten lassen. Nachdem der Landtag in Düsseldorf am Mittwoch ein Gesetz verabschiedete, welches das Führen von Schriftzügen neben dem Ortsnamen erlaubt, will Hagens Stadtoberhaupt die neue Lage nutzen: „Die Entscheidung zeigt, dass wir hier in Hagen schon vor rund eineinhalb Jahren mit unserer Einschätzung richtig gelegen haben.“

Welchen Zusatz die Hagener Ortstafeln künftig tragen werden - der alte Hinweis „Stadt der FernUniversität“ musste auf Druck der Landesregierung beseitigt werden - ließ Dehm offen. Er ist aber davon überzeugt, im Stadtrat abermals eine überwältigende Mehrheit zu finden, die sich in Sachen Namenszusatz zum Universitätsstandort Hagen bekennt: „Mit derart herausragenden Alleinstellungsmerkmalen muss man sich als Stadt doch nicht verstecken.“

75 Prozent Mehrheit erforderlich

Der Stadtrat muss dem Namenszusatz mit 75 Prozent Mehrheit zustimmen. Anschließend ist die Genehmigung durch das Innenministerium erforderlich. Dies soll „Wildwuchs“ auf den Ortstafeln verhindern. In diesem Zusammenhang darf man gespannt sein, ob die Behörde einen Namenszusatz erlauben wird, in dem das u in Fernuniversität groß geschrieben wird. Diesen Verstoß gegen die Regeln der Orthographie hatte das Ministerium schon im Vorjahr moniert.

Sponsoren für die Beschriftung der Ortsschilder dürfte Dehm jedenfalls finden. Karl-Heinz Schulz (Schilder-Schulz), der die Aktion schon 2010 sponserte, sagte gestern zu, den OB erneut zu unterstützen: „Ich stehe zu meinem Wort. Und die Entscheidung des Landtags kann ich einfach nur begrüßen.“