„Das stimmt ungemein traurig“

Wurde bereits beschmiert: das neue Glascafe an der Bahnstraße.
Wurde bereits beschmiert: das neue Glascafe an der Bahnstraße.
Foto: WP

Hohenlimburg.. Es passiert fast täglich. Besser: Nacht für Nacht. Dann ziehen vermutlich jugendliche Graffiti-Sprayer durch die menschenleeren Straßen und verunstalten Gebäude mit Schmierereien. In der vergangenen Woche an der Iserlohner Straße, am zurückliegenden Wochenende in der Innenstadt und der Unternahmer.

Beschmiert wurde auch das neue Glascafé an der Bahnstraße. Investor und Projektentwickler Manfred Kissing zeigte sich gestern im Gespräch mit unserer Zeitung entsetzt. „So etwas habe ich in meiner langjährigen Tätigkeit in anderen Städten noch nicht erlebt. Viele Menschen freuen sich darüber, dass in Hohenlimburg etwas passiert und sich positiv auf die Innenstadt auswirken wird. Und schon wird dieser positive Ansatz verunstaltet. Das stimmt ungemein traurig.“ Der 57-jährige Architekt fragt sich deshalb, was in Hohenlimburg in den Köpfen der Jugendlichen geschieht. Warum machen sie das? Was ist da kaputt?

Natürlich hat er die Schmierereien zur Anzeige gebracht. Doch damit ist er kein Einzelfall. Auch die reformierte Kirchengemeinde und ein Unternehmer vom Stadeweg haben am Montag Anzeige erstattet. Wie immer: „gegen unbekannt“.

Einzeltäter- und Gruppierungen

Enttäuscht zeigte sich Manfred Kissing aber auch von der Stadt Hagen. „Die hat es bislang nicht geschafft, die Graffiti-Schmierereien an der neuen Brücke zu entfernen. Solche Schmierereien ziehen immer wieder neue Schmierereien an. Deshalb hatten wir darauf gehofft, dass das Brückenbauamt das Versprechen endlich einlöst.“

Die Kripo Hagen beobachtet in jüngster Zeit vermehrt auftretende Sprühaktionen. „Es gibt Einzeltäter und Gruppierungen“, weißt Kriminalhauptkommissarin Hilde Hörschelmann, die darauf setzt, dass sich Zeugen bei Beobachtungen möglichst schnell mit der Kripo in Verbindung setzen, damit die Sprayer möglicherweise noch am Tatort überrascht werden. „Hinweise sollten deshalb umgehend an die Leitstelle ( 02331 / 986-2066) oder an die Wache Hohenlimburg ( 44 00 43) erfolgen.“

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel