„Das Schlechtreden der Enervie muss endlich aufhören“

Hagen..  Für heftige Kritik sorgen bei der CDU-Fraktion die Veröffentlichungen von SPD und Linkspartei zur Zukunft der Enervie. „Da schwingt sich die politische Bruderschaft Hentschel/König als Retter der Mitarbeiter sowie des Unternehmens auf, nachdem sie erst einmal verantwortungslos bei jeder sich bietenden Gelegenheit öffentlich Brände entfacht haben“, polter CDU-Fraktionschef Wolfgang Röspel. „Das Schlechtreden der Enervie muss jetzt endlich aufhören! Dieses Doppelspiel befriedigt vielleicht die parteiinternen Klientel, schadet aber dem Ruf des Unternehmens.“ Die Diskussion verunsichere die Mitarbeiter mehr als dass es ihnen den Eindruck vermittele, alles liefe in einem geordneten Verfahren.

Dabei habe man sich im Haupt- und Finanzausschuss, in der Beteiligungskommission sowie im Enervie-Aufsichtsrat einvernehmlich auf ein geordnetes Verfahren geeinigt.

Im engen Kontakt mit dem Unternehmen die verschiedenen Zukunftsoptionen und aktuellen Fragen besser zu verstehen und beantworten zu können. Röspel: „Wir würden uns freuen, SPD und Linke würden sich aktiver an diesen Prozessen beteiligen.“ Stattdessen, so der CDU-Fraktionschef, „scheint die Vielzahl alter Fragen, die Eröffnung immer neuer Baustellen und die Vermengung verschiedenster Ansätze und öffentliche Querschläge darauf abzuzielen ein bislang beispielloses Chaos zu produzieren, um den Blick auf die eigentlichen Absichten zu vernebeln.“

Populistische Lösung

Hinter allem stehe das Ziel der SPD, die städtischen Beteiligungen, finanziert durch Kommunalkredite, neu zu ordnen. Als „Stadtwerke 2.0“ sollten verschiedene Teile von anderen Unternehmen in den Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) integriert werden.

Schon vor der Kommunalwahl habe WBH-Chef Joachim Bihs an Plänen getüftelt, der Enervie die Wassersparte zu entwinden. „Ich will ja nicht einmal ausschließen, dass das am Ende funktionieren kann“, wie Röspel abwägt. „Aber das kann die SPD derzeit doch gar nicht wissen. Umso weniger gerechtfertigt ist das laute Getöse, das mich sehr an die Tafelsilber-Debatte um den Verkauf der Enervie-Anteile erinnert. Auch damals hatte die SPD sofort eine populistische Lösung. Hätten wir damals darauf gehört, wäre der Konzern Stadt heute fast komplett handlungsunfähig.“

Laut Wolfgang Röspel habe die SPD in den vergangenen Wochen deutlich an Vertrauen in der Enervie-Belegschaft verloren.

Er appelliere deshalb an die SPD-Fraktionsspitze, die Diskussion dort zu führen, wo sie hingehöre: „Rat und Aufsichtsrat haben in den vergangenen Wochen klare Verabredungen getroffen.

Ich sehe derzeit nur bei den Spitzen von SPD- und Links-Fraktion Defizite im Umgang mit der Enervie, dessen Vorstand und dessen Personal.“

 
 

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