CDU-Fraktionsspitze stellt sich erneut zur Wahl

In der ersten Reihe ist von CDU-Nachwuchs keine Spur (von links): Fraktionschef Wolfgang Röspel (64), seine Stellvertreter Stephan Ramrath (64) und Willi Strüwer(62), Bürgermeister Hans-Dieter Fischer (74) sowie die Beisitzer Hannelore Fischbach (68/dahinter), Martin Erlmann (59) und Detlef Reinke (63). Foto:Michael Kleinrensing
In der ersten Reihe ist von CDU-Nachwuchs keine Spur (von links): Fraktionschef Wolfgang Röspel (64), seine Stellvertreter Stephan Ramrath (64) und Willi Strüwer(62), Bürgermeister Hans-Dieter Fischer (74) sowie die Beisitzer Hannelore Fischbach (68/dahinter), Martin Erlmann (59) und Detlef Reinke (63). Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing
  • CDU-Fraktionsspitze stellt sich erneut zur Wahl
  • Röspel will Themen verantwortlich zu Ende bringen
  • Sanftes heranziehen jüngerer Fraktionskollegen

Hagen.. Wolfgang Röspel, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, wird – entgegen seiner ursprünglichen Planung – zur Halbzeit der aktuellen Legislaturperiode (2014 - 2020) sein Spitzenamt doch noch nicht aufgeben, sondern möchte seine Rolle als Fraktionschef weiter ausfüllen. Das hat der ehemalige Vorstand des Caritasverbandes Hagen, der in diesem Jahr 65 Jahre alt wird, gegenüber dieser Zeitung ausdrücklich bestätigt. „In einem Sechs-Augen-Gespräch haben mich meine beiden Stellvertreter bearbeitet, länger zu machen“, wird Röspel im Frühjahr nächsten Jahres gemeinsam mit Stephan Ramrath und Willi Strüwer sich erneut als Spitzentrio der CDU im Rat der Stadt Hagen der Fraktion zur Wahl stellen. Eine Dreier-Kandidatur, die bislang in die 20-köpfigen Reihen der Parteifreunde noch nicht abschließend kommuniziert wurde.

Nach seiner Wiederwahl zum Fraktionschef nach der Kommunalwahl 2014 hatte Röspel noch in Aussicht gestellt, auf halber Strecke der Legislaturperiode – also im Jahr 2017 – in die zweite Reihe treten und somit Platz für einen jüngeren Fraktionskollegen machen zu wollen, um eine sanfte Übergabe der politischen Verantwortung zu gestalten. „Aktuell liegen jedoch noch so viele Themen auf dem Tisch, die ich noch verantwortlich pushen und zu Ende bringen will“, macht der CDU-Frontmann kein Hehl daraus, dass es ihm leicht gefallen sei, den Wunsch seiner beiden Stellvertreter nach Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit nachzukommen. „Die Konstellation zwischen Vorstand und Fraktion stimmt, und die Politik in Hagen ist weiterhin spannend genug.“

Auch das Miteinander innerhalb der Allianz aus CDU, Grünen, Hagen Aktiv und FDP funktioniere reibungslos, was sich ja zuletzt auch bei den Haushaltsentscheidungen gezeigt habe. „Eine vertrauensvolle Basis sowie eine offene Diskussionskultur sind da, gemeinsam können wir noch eine Menge stemmen.“ Eine Perspektive, die sich ein skeptischer Röspel vor zwei Jahren angesichts der Kleinteiligkeit des Rates kaum hätte vorstellen können: „Die Allianz hat zuletzt kaum eine Abstimmung im Rat verloren.“

Trotz dieser politischen Erfolge ist der CDU-Fraktionschef keineswegs blind für die Generationenproblematik, die sich in der Union aufstaut: „Nach dieser Legislaturperiode bricht das Gerüst der Fraktion zusammen“, blickt Röspel durchaus mit Sorge auf die Altersstruktur seiner Parteifreunde. Nahezu die Hälfte der heutigen Rats-CDU dürfte im Jahr 2020 nicht mehr antreten.

Altersdurchschnitt von 56,5 Jahren

Mit 56,5 Jahren liegt der Durchschnitt schon heute deutlich über dem bundesdeutschen Altersmittel von etwa 44 Jahren und knackt bis zum Ende der Legislaturperiode sogar die 60-Jahre-Marke. „Aufgabe der Fraktion darf es nicht sein, einen barrierefreien Übergang in die Seniorenunion zu schaffen“, möchte Röspel in der restlichen Legislaturperiode offensiv jüngeres Personal einbinden. „Wir müssen unsere Sprecher in den Ausschüssen mehr in die Verantwortung ziehen und Themen auf jüngere Kollegen delegieren“, kündigt er für die Zukunft eine Verschiebung der Lasten und Verantwortlichkeiten an.

 
 

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