Bundespolizei mit Hakenkreuz begrüßt - Hagener rastet aus

Im Dortmunder Hauptbahnhof fiel der Hagener mit dem Hakenkreuz der Bundespolizei auf.
Im Dortmunder Hauptbahnhof fiel der Hagener mit dem Hakenkreuz der Bundespolizei auf.
Foto: Holger Hollemann / Archiv
Er begrüßte die Bundespolizei mit einem Hakenkreuz auf der Hand. Dann rief der 25-Jährige aus Hagen den Beamten schäbige Schimpfworte hinterher. Warum? Das ist bislang nicht geklärt.

Dortmund/Hagen.. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (Christi Himmelfahrt) fiel ein 25-Jähriger im Dortmunder Hauptbahnhof völlig aus der Rolle. Eine Streife der Bundespolizei hatte beobachtet wie der Mann nach Mitternacht mehrere Bahnreisende aggressiv um Almosen anbettelte.

Irgendwann wurde es den Beamten zu bunt, sie wollten den Störenfried zur Ruhe bringen und seine Personalien kontrollieren. Dabei hob der 25-Jährige seine Hand und begrüßte die Bundespolizisten mit einem aufgemalten Hakenkreuz. Das reichte für eine "Einladung" zum Besuch auf der Wache.

Schäbige Schimpfworte

Unterwegs drehte der Hagener komplett durch. Mit schäbigen Schimpfworten wie "Pisser, Arschlöcher und Wichser" soll er die Einsatzkräfte beleidigt haben. Der verbale Schlagabtausch unterhalb der Gürtellinie ging auch im Polizei-Gewahrsam weiter.

Dort zeigte sich: auf seiner Stirn trug der 25-Jährige ebenfalls ein Hakenkreuz. Daneben waren die Zahlen 88 und 18 zu erkennen. "Die Schmierereien waren jedoch durch sein langes Haar bedeckt", so die Polizei. Warum die verbotenen Nazi-Symbole auf seiner Haut prangten und ob er sich selbst damit bemalt hat oder jemand anders, zu diesen Fragen schwieg der Mann beim Verhör.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Sein Verhalten wird nun ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Die Bundespolizei leitete gegen den 25-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und massiver Beamten-Beleidigung ein.

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