Brandt-Brache: Entwicklung nur aus einem Guss

Das Architekturbüro Eicker in Halver hat neue Planungen für die Brandt-Brache in Haspe vorgelegt.
Das Architekturbüro Eicker in Halver hat neue Planungen für die Brandt-Brache in Haspe vorgelegt.
Foto: Architekturbüro Eicker
Der Investor der Brandt-Brache darf die Nordseite nur aus einem Guss entwickeln. Zunächst den Fokus auf den Einzelhandel zu legen, lässt die Politik nicht zu.

Hagen.. Der nördliche Teil der Hasper Brandt-Brache (ehemaliges Keks-Werk) darf von dem Investor lediglich aus einem Guss als Einzelhandels- und Dienstleistungszentrum entwickelt werden. Mit dieser Entscheidung hat sich der Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend hinter die Bezirksvertretung Haspe gestellt. Diese hatte bereits in der Vorwoche Bestrebungen der Siegburger HD Investitions- und Verwaltungs GmbH widersprochen, zunächst den Fokus auf Vollsortimenter, Discounter und Drogerie richten und die Bemühungen rund um das Gesundheitszentrum und die Werkstatthalle ausklammern zu wollen.

Scharfes Auge des Gutachters

Stadtbaurat Thomas Grothe unterstrich, dass die Bauverwaltung den geänderten Entwurf für die 31 000-Quadratmeter-Fläche als gestalterisch besser ansehe. Allerdings müsse gutachterlich noch einmal sehr exakt überprüft werden, ob durch die Umplanungen nicht zusätzliche zentrumsrelevanten Sortimente auf das Brandt-Areal verlegt würden. Der Projektentwickler hatte zuletzt auf den angedachten Tierfuttermarkt verzichtet, dafür jedoch die Flächen des Vollsortimenters sowie des Drogeriemarktes ausgeweitet. Insgesamt darf auf dem Brandt-Gelände eine Einzelhandelsfläche von 4550 Quadratmetern nicht überschritten werden.

Signal ist noch keine Entscheidung

Rückenwind gab es im Stadtentwicklungsausschuss auch für die „Baumwelt Hinnenwiese“. Ohne in irgendeiner Form eine Entscheidung vorwegnehmen zu wollen, sprach sich der Fachausschuss gegen die Stimmen von Grünen und Linken dafür aus, durch die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens sowie eine damit einher gehende Änderung des Flächennutzungsplanes dem Investor das Signal zu senden, dass seine Idee in Hagen grundsätzlich auf Wohlwollen stößt.

„Alle Detailfragen lassen sich im weiteren Verfahren klären“, machte Hagen-Agentur-Geschäftsführer Michael Ellinghaus deutlich, dass damit noch keineswegs eine finale Entscheidung getroffen worden sei. Der Investor habe signalisiert, neben den erforderlichen gutachterlichen Untersuchungen sich auch noch einmal sämtlichen inhaltlichen Fragen aus der Politik zu stellen.

Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser betonte noch einmal die volle Rückendeckung der Hasper Politik: „Das Projekt wäre sehr schön für Hagen – wenn man es denn will.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass auch die Forstverwaltung die Idee ausdrücklich unterstütze und die Entwicklung eines waldpädagogischen Konzept aktiv mittragen wolle.

 
 

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