Brand nach dreieinhalb Stunden unter Kontrolle

Mit großem Aufgebot rückte die Feuerwehr vor dem Kraftwerk an.
Mit großem Aufgebot rückte die Feuerwehr vor dem Kraftwerk an.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Mit einem Riesenaufgebot von 145 Einsatzkräften hat die Feuerwehr am Donnerstagabend den Brand im Biomassenstromkraftwerk von Stora Enso bekämpft. Über dreieinhalb Stunden dauerte es, bis das Feuer unter Kontrolle war und Einsatzleiter Veit Lenke Entwarnung geben konnte.

Kabel.. Mit einem Riesenaufgebot von 145 Einsatzkräften hat die Feuerwehr am Donnerstagabend den Brand im Biomassenstromkraftwerk von Stora Enso bekämpft. Über dreieinhalb Stunden dauerte es, bis das Feuer unter Kontrolle war und Einsatzleiter Veit Lenke Entwarnung geben konnte.

Zwar wurde niemand verletzt noch bestand die Gefahr, dass die Flammen auf weitere Gebäude übergreifen könnten: „Doch die ganze Logistik des Einsatzes hat sich als extrem aufwändig herausgestellt“, erläuterte Feuerwehrsprecher Marcel Göbel.

Denn den Feuerwehrleuten stand lediglich der Weg über eine relativ enge Außentreppe zur Verfügung, um auf die Plattform unterhalb des Silos der Anlage zu gelangen, wo sie endlich eine Luke öffnen und den Schwelbrand bekämpfen konnten. Immer nur zwei Männer gingen gleichzeitig gegen den Schwelbrand vor: Während der eine die entschwefelte Asche, das Endprodukt der Holzverbrennung, aus dem Behälter zog, löschte sein Kamerad die glimmende Masse mit Wasser ab. Aufgrund der dicken Schutzkleidung, der Atemschutzmaske und der beengten Verhältnisse waren die Feuerwehrleute recht schnell erschöpft und mussten von zwei anderen Kollegen abgelöst werden.

Das Silo, eine Stahlbaukonstruktion, die in großen Teilen mit Trapezblech verkleidet ist, überstand den Brand wahrscheinlich unbeschadet und kann demnächst wieder in Betrieb genommen werden. Derzeit ist die gesamte Anlage stillgelegt, Experten überprüfen, an welcher Stelle genau der Schwelbrand entstanden sein könnte – ob im Silo selbst oder im Filter der Rauchgasreinigungsanlage.

Auswirkungen auf die Produktion von Stora Enso hatte der Brand laut Auskunft des Unternehmens nicht. Der Strom der 20-Megawatt-Anlage, die je zur Hälfte dem Kabeler Papierhersteller und dem heimischen Energieversorger Mark-E gehört, wird ins allgemeine Netz eingespeist, ein Verlust in dieser Größenordnung kann relativ leicht kompensiert werden.

 
 

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