Bobby geht es besser - Tierquäler erwartet Strafverfahren

Hund Bobby geht es nach dem Fensterwurf besser. Noch ist er im Tierheim.
Hund Bobby geht es nach dem Fensterwurf besser. Noch ist er im Tierheim.
Foto: Tierschutzverein Hagen
Hund Bobby, der in Hagen von seinem Herrchen aus dem Fenster geworfen worden war, muss nicht zu seinem Besitzer zurückkehren. Gegen den Täter aus Altenhagen verhängte Amtstierarzt Wolfram Bell zudem ein Tierhalte- und Betreuungsverbot. Dem vierjährigen Terrier geht es inzwischen wieder besser.

Hagen.. Amtstierarzt Wolfram Bell entschied, dass der gepeinigte Hund zunächst im städtischen Tierheim bleiben darf und später an einen neuen Halter vermittelt werden kann. Dem vierjährigen Jack Russell geht es inzwischen besser.

Gegen den Täter aus Altenhagen verhängte Bell zudem ein Tierhalte- und Betreuungsverbot. Der Mann darf vorerst nicht nur keine Hunde, sondern überhaupt keine Tiere mehr halten. Sollte er gegen dieses Verbot verstoßen, macht er sich strafbar. Vor Gericht wird er sich ohnehin zu verantworten haben, denn Bell beantragte ein Strafverfahren wegen Tierquälerei.

Aktuelle Fotos von Bobby im Internet

Der Tierschutzverein hat auf seiner Internetseite eine Rubrik mit den neuesten Neuigkeiten und aktuellen Fotos von Bobby eingerichtet. Man müsse noch sehr vorsichtig sein, wenn man ihn anfasse, heißt es dort, sein rechtes Beinchen, das beim Wurf aus dem dritten Stock verletzt wurde, belaste er noch nicht richtig. Aber Bobby sei sehr tapfer und werde wieder gesund, das sei die Hauptsache.

Ein Foto zeigt den Hund, wie er nach dem Aufprall auf dem Asphalt liegt, neben ihm kniet ein fassungsloser Passant. Deutlich ist die Blutspur zu erkennen, die Bobby hinterließ, als er sich wenige Meter weit über die Straße schleppte.

Im Tierheim wird er weiterhin liebevoll betreut. Zahlreiche Menschen haben bereits angerufen, um Bobby bei sich aufzunehmen, doch er soll zuerst wieder ganz gesund werden. „Der Kleine hat noch Schmerzen“, berichtet Mitarbeiterin Simone Gerwig, die regelmäßig mit ihm Gassi geht: „Er kann ja nicht immer allein in seinem Zimmer bleiben.“

Bobby braucht ein ganz neues Umfeld

Auch Tierärztin Dr. Anne Brand, die Bobby nach der brutalen Misshandlung noch auf der Straße verarztete und ihn zusammen mit ihren Kindern übers Wochenende pflegte, ist froh, dass der Besitzer das Tier nicht zurückerhält: „Bobby braucht ein ganz neues Umfeld.“

Der Tierschutzverein Hagen sucht jetzt für den armen Hund ein liebevolles und endgültiges Zuhause, wo er sich erholen kann und vergessen kann was ihm angetan wurde. Es sollten Menschen sein, die Zeit für Bobby haben und ihm zeigen wie schön sein Leben jetzt werden kann. Kontakt: 02331/2 54 54 (Tierschutzverein Hagen) oder per Mail info@tierschutzverein-hagen.de.

 
 

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