BMW Cabrio stürzt in Hagen in sechs Meter tiefen Fluss

Michael Koch und Alex Talash
Für die Bergung des Autos war ein Spezialkran der Feuerwehr Dortmund im Einsatz.
Für die Bergung des Autos war ein Spezialkran der Feuerwehr Dortmund im Einsatz.
Foto: Alex Talash
In Hagen-Hohenlimburg ist in der Nacht ein BMW Cabrio in die Lenne gestürzt. Die beiden Insassen konnten sich in letzter Minute retten.

Hagen-Hohenlimburg. Um kurz vor 23 Uhr war am späten Donnerstagabend der Notruf eingegangen, der für einen nächtlichen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk gesorgt hatte.

Ein 24-Jähriger war mit einem ein Jahr jüngeren Beifahrer aus Richtung Oege gekommen. Er durchbrach mit seinem BMW Cabrio am Abzweig Bahnstraße das Brückengeländer. Das Auto stürzte in die Tiefe und versank im Wasser. Die Lenne ist dort wegen eines Wehrs extrem tief. Dahinter befindet sich die weit über Hohenlimburg bekannte Kanustrecke, auf der auch internationale Wettkämpfe ausgetragen werden.

Insassen retteten sich ans Ufer

Für die beiden jungen Männer war die Situation lebensbedrohlich. Der Beifahrer konnte sich, noch während das Auto sank, aus dem Fahrzeug retten. Der Fahrer konnte sich erst befreien, nachdem das Auto gesunken war. Beide Insassen schwammen zu den äußeren Spundwänden der Lenne. Die Feuerwehr reichte den jungen Männern eine Leiter an, über die sie schließlich selbst das Wasser verlassen konnten. Rettungssanitäter und ein Notarzt kümmerten sich um die zwei und brachten sie vorsorglich in ein Krankenhaus. nach ärztlicher Untersuchung konnten die beiden das Krankenhaus unverletzt verlassen.

Zwei Taucher der Feuerwehr Hagen übernahmen die Sicherung des Fahrzeugs im Wasser. Die Arbeiten gestalteten sich als schwierig, da zunächst kein passender Anschlagpunkt gefunden wurde. Erst im zweiten Versuch gelang es der Feuerwehr, das Fahrzeug aus dem Wasser zu bergen. Auf Höhe der Kanustrecke richtete die Freiwillige Feuerwehr eine Ölsperre ein. Das Umweltamt wurde benachrichtigt. Die Fachgruppe „Beleuchtung“ des THW Hagen übernahm die komplette Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Polizei geht von überhöhter Geschwindigkeit aus

Die Polizei sicherte nach der Bergung umfangreiche Spuren am Fahrzeug. Sie geht von überhöhter Geschwindigkeit als Unfallursache aus. Darauf lassen Aussagen von Zeugen schließen, die sich zum Unfallzeitpunkt auf der Brücke befunden hatten. Der 24-Jährige hatte so die Kontrolle über den BMW verloren. Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung, da er durch sein Fahrverhalten nicht nur sich, sondern auch die Menschen auf der Brücke potenziell gefährdet hatte.

Für die Bergung des Autos war ein Spezialkran der Feuerwehr Dortmund im Einsatz, Strömungsretter der Hagener Feuerwehr sicherten das Fahrzeug im Wasser ab. Das Technische Hilfswerk leuchtete die Unfallstelle großräumig aus.