Besuch aus Rumänien und Bulgarien - Vorurteile abbauen

Schüler und Lehrer aus Bulgarien und Rumänien
Schüler und Lehrer aus Bulgarien und Rumänien
Foto: Marc Miertzschke
Besuch von Schülern und Lehrern aus Rumänien und Bulgarien erhielt jetzt die Kaufmannsschule II an der Letmather Straße in Hohenlimburg.

Hohenlimburg..  Schnell war die europäische Idee verinnerlicht und gelebt, Sprachbarrieren überwunden und Vorurteile abgebaut: Schüler und Lehrer aus drei europäischen Nationen sind in der Kaufmannsschule II (K2) zu einem europäischen Austauschprojekt zusammengekommen. Unter dem Motto „Becoming a multicultural European“ (deutsch: „Ein multikultureller Europäer werden“) besuchten insgesamt 13 Schüler und Lehrer von der Schule „Nichita Stanescu“ aus der rumänischen Hauptstadt Bukarest sowie von der Schule „Vasil Levski“ aus Dolni Chiflik in Bulgarien die K 2.

Schulleiter Thomas Vogl begrüßte die Delegationen zu einer Woche des Kennenlernens und des Austausches. Auf dem Programm standen Unterrichtsbesuche, interkulturelles Training und ein Vortrag über Migrationsforschung. Desweiteren wurde in dieser Woche intensiv an Plänen zur weiteren Austauscharbeit in den kommenden Jahren gearbeitet: Denn die strategische Schulpartnerschaft ist als interkulturelles Projekt für zwei Jahre von der Europäischen Union mit 25 000 Euro unterstützt worden. Im kommenden Jahr soll der erste Gegenbesuch in Rumänien stattfinden, im Jahr darauf dann in Bulgarien. „Mit diesem Projekt wollten wir die oft in den Köpfen der Schüler verankerten Klischees und Vorurteile gegenüber anderen Nationen abbauen helfen“, sagte Thomas Vogl. „Denn wenn sich die gleichaltrigen Schüler persönlich gegenüberstehen und sich austauschen über Interessen oder Hobbys, dann werden schnell viele Gemeinsamkeiten festgestellt.“ Dazu sei dieser Austausch ein willkommener Anlass gewesen, das gelernte Schulenglisch im Alltag anzuwenden, so Vogl.

Nach anfänglicher Zurückhaltung habe dies auch schnell funktioniert, wie ebenfalls Sandra Hansen, Deutsch- und Englisch-Lehrerin, feststellen konnte.

Eine gelungene Mischung

„Der Austausch war sehr erfolgreich, es war eine gelungene Mischung zwischen persönlicher Begegnung, intellektuellem Input und gemeinsamer Diskussion. Ich denke, die meisten fühlen sich nun mehr als Europäer, haben ihre Sicht- und Denkweisen erweitert.“

Ähnlich positiv äußerte sich Niculina Chiper, Lehrerin der rumänischen Schule: „Diese Woche hat uns viele interessante Perspektiven eröffnet, die wir zukünftig vertiefen möchten.“ Neben den sachthematischen Inhalten des Programms kam auch der Spaß nicht zu kurz: Bei einem „migrational walk“-Spaziergang durch Hagen entdeckten die Delegationen, wie multikulturell die Stadt geprägt ist. Für viele war es die erste Reise nach Deutschland: „Hagen und Hohenlimburg sind schöne Städte, sehr gemütlich, Köln hat mir sehr gut gefallen“, erzählte Nikolay Atanasov (18), Zwölftklässler aus Bulgarien über seine Eindrücke. „Alle Menschen, die wir hier getroffen haben sind sehr nett. Ich habe Freundschaften geschlossen.“

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