Bauvoranfragen sollen der Stadt vorliegen

Hagen.. Schaut die Stadt nur tatenlos zu? Wenn es nach Proberaum-Betreiber Jörg Hirsch geht, ja. „Wieso pfändet die Stadt nicht? Sie steht doch im Grundbuch des Geländes.“

Tatsächlich ist die Stadt machtlos. Zwar wurde, basierend auf der zu zahlenden Konventionalstrafe von 150.000 Euro, versucht zu vollstrecken, auf die Entwicklung auf dem Gelände hat die Stadt Hagen aber keinen Einfluss. Eintrag im Grundbuch hin oder her. Überraschenderweise haben wir IBV-Geschäftsführer Karl-Heinz Krutz ans Telefon bekommen können. „In Hagen hat sich das Klima ja mittlerweile beruhigt“, sagt Krutz. Mit dem Klima sei die Bürgerschaft und die Presse gemeint. Ohnehin stelle sich die Entwicklung auf dem Schlachthof-Gelände nun anders dar. „Ich warte nur darauf, dass die Stadt über zwei Vorbescheide entscheidet.“

Mit Vorbescheiden meint Krutz Bauvoranfragen, die sich, juristisch betrachtet, aber noch weit von einem Bauantrag entfernt bewegen. Eine Voranfrage liegt der Stadt Hagen tatsächlich vor. Demnach will Krutz im linken Bereich des Schlachthofgeländes Festsäle für größere Feierlichkeiten etablieren. Es gebe also ein Konzept, so Krutz.

Unterdessen hat Mieter und Proberaumbetreiber Jörg Hirsch ein Schreiben eines Immobilienentwicklers erhalten, der im Auftrag der IBV Haus - und Grundmanagement arbeitet. Es sollen Voruntersuchungen zur Installation von Solaranlagen auf den Dächern der vermieteten Gebäude durchgeführt werden. „Auf dem Anschreiben steht etwas vom ,Minerva-Energiepark’“, sagt Jörg Hirsch. Seine Vermutung: Über solche angeblichen Konzepte sollen vermutlich noch Fördergelder abgegriffen werden. Besitzer Karl-Heinz Krutz äußerte sich im Gegenzug auch zu den Aussagen von Jörg Hirsch: „Da läuft eine Räumungsklage. Es werden keine Mieten gezahlt.“ Drei Gebäude auf der rechten Seite des Komplexes habe er zudem mittlerweile verkauft.

 
 

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