Autoträume aus glanzvollem Chrom

83 Fahrzeuge nahmen an der Fahrt „rund um Schloss Hohenlimburg" teil. Seltene Modelle zogen viele Besucher und Fans klassischer Automiobilbaukunst an.
83 Fahrzeuge nahmen an der Fahrt „rund um Schloss Hohenlimburg" teil. Seltene Modelle zogen viele Besucher und Fans klassischer Automiobilbaukunst an.
Foto: WP
Der Märkische Automobilclub (MAC) veranstaltete am Pfingstmontag die dritte Oldtimerrundfahrt, bei der das altehrwürdige Schloss Hohenlimburg Start- und Zielort war. Insgesamt beteiligten sich 83 Fahrzeuge an der ca. 130 Kilometer langen Rundfahrt.

Hohenlimburg.. Es ist zehn Uhr in der Früh. Ein stetig lauter werdendes Ächzen und Schnauben durchdringt die Wälder am Schlossberg. Mit unbändiger Kraft schiebt sich der Bentley vom Typ Blower aus dem Jahr 1935 über die Serpentinen und passiert die Einfahrt von Schloss Hohenlimburg.

Der Hintergrund: Der Märkische Automobilclub (MAC) veranstaltete am Pfingstmontag die dritte Oldtimerrundfahrt, bei der das altehrwürdige Schloss Start- und Zielort war.

Insgesamt beteiligten sich 83 Fahrzeuge an der ca. 130 Kilometer langen Rundfahrt. „Die Tour führt durch die Region und schließt unter anderem Veserde, Rummenohl und das Hagener Freilichtmuseum ein“, erklärte Organisator Timo Goldau.

Ausgestattet mit einem Bordbuch und einem Fragenkatalog, mussten die Fahrer und Beifahrer zum Teil knifflige Aufgaben lösen und mit aufmerksamem Blick durch die Region fahren. Als besonders spektakulär erwies sich der Start. Die im Barockgarten und Schlossinnenhof geparkten Autos ließen nach und nach ihre Motoren an. Ein tiefes Grollen hallte durch die Gänge, getrieben vom Takt der historischen Vier-, Sechs- und Achtzylinder-Maschinen.

Mercedes, Chevrolet, Opel, Volvo, Bentley, Austin Healey, Porsche und viele weitere auf Hochglanz getrimmte Modelle säumten die Schlossauffahrt, die für einige Autos fast ein wenig zu steil schien. So wurde das Bremspedal des ältesten Fahrzeugs, einem aus dem Jahr 1926 stammenden Chevrolet Superior XBV, massiv beansprucht, hielt dem Druck jedoch stand.

Im Minutentakt begaben sich die Fahrzeuge auf die Strecke. Eine Augenweide für Freunde klassischer Automobilbaukunst. Egal, ob klein, frech und laut wie der Fiat 500 oder ruhig und elegant, wie der Mercedes 350 SL. Es war für jeden Autoliebhaber etwas dabei.

Auch in diesem Jahr beteiligten sich einige bekannte Hohenlimburger an der Rundfahrt. Detlef Scholz vom Reit- und Fahrverein Hohenlimburg (Mercedes 180 Ponton) und der Frontmann der Lennerockers, Michael „Ele“ Koch samt Familie (Volvo P121), fuhren eine sehr erfolgreiche Tour und waren am Ende begeistert. „Es war diesmal sehr anstrengend. Allerdings war die Fahrt wirklich schön“, bilanzierte Scholz nach der Rundfahrt. „Ich habe meine drei Mädels mitgenommen. Es war eine riesige Randale im Auto, weil alle viel Spaß an der Lösung der Aufgaben hatten“, freute sich der Sänger, der bei der Gesamtwertung von 83 Fahrern den 12. Rang belegte und mit einem Pokal ausgezeichnet wurde.

Detlef Scholz belegte in der Gesamtwertung den 24. Platz, konnte in seiner Klasse (2) jedoch den 13 Platz erreichen. „Für die Ermittlung unserer Sieger haben wir die Aufgaben und Bordkarten ausgewertet. So konnten wir erkennen, wer die Tour am besten bewältigt hat“, verriet Goldau. In der Gesamtwertung siegten Armin Berghaus und Helga Borghaus im Alfa Romeo Spider (1971). Den Pokal für das beste Damenteam sicherten sich Anne von der Beth und Monika Schewe im Mercedes 190 SL. Zufrieden war auch Schlossmanagerin Julia Dettmann: „Das sieht toll aus, wenn die alten Fahrzeuge hier im Schloss stehen.“

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