Auschwitz-Ausstellung am Ricarda-Huch-Gymnasium

Auschwitz/Hagen.  In einer Ausstellung haben die Schüler des Ricarda-Huch-Gymnasiums ihre Erfahrungen aus der Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz-Birkenau festgehalten. Das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager im heutigen Polen besuchten die Schüler vom 14. bis 18. Juni.

Organisiert wurde die Fahrt von der Pädagogiklehrerin Anna Cipkis. Die Lehrerinnen Monika Flagge, Martina Kessler, Gabriele Kemper und Birgit Reuter begleiteten die Jugendlichen. Im Unterricht haben sich die Schüler dann mit den Erfahrungen, Gefühlen und Belastungen der Häftlinge in Auschwitz auseinander gesetzt. So sind Gemälde, ein Roman, Reflexionsvideos und andere Projekte entstanden.

Bedrückende Bilder

Die Ausstellung, die in angemessener Atmosphäre präsentiert worden sei, sei sowohl für die Schüler als auch für die Besucher sehr prägend gewesen, sagten die Schülerinnen Lara Groddeck und Berit Warta stellvertretend. „Den Teilnehmern gingen die bedrückenden Bilder nicht aus dem Kopf, und auch die Besucher konnten auf diese Weise lebhafte und ungeschminkte Eindrücke gewinnen.“

Schon im Vorfeld hatten sich die Schüler Gedanken gemacht. „Wir dachten, dass wir bereits viel über die Geschehnisse des Holocaust wüssten“, so Groddeck und Warta. Jedoch hätten sie erwartet, eine realistischere Vorstellung zu bekommen, um besser nachvollziehen zu können, was damals geschah. „Wir waren von der grauenhaften Realität der Häftlinge des Konzentrationslagers schockiert.“

Die vielen individuellen Schicksale und die Masse der Leidenden hätten von ihnen kaum erfasst werden können. Auch Zeitzeugen-Interviews hätten das Geschehene nicht leichter verständlich gemacht und allen stellte sich wohl die Frage, warum dies passieren konnte. Um alles zu verarbeiten, nahmen alle aktiv an Gesprächsrunden und den nun entstandenen Projekten teil.

Wichtige Erfahrungen

Nach dieser Fahrt sei allen Teilnehmern klar geworden, dass sie sehr wichtige Erfahrungen gesammelt hätten. „Auch heute haben wir noch den Rassismus und die Ausgrenzung von Randgruppen als Problem in unserer Gesellschaft. Es ist bewusst geworden, wie wichtig Toleranz ist und dass so etwas nie wieder passieren darf.“

Die Gedenkstättenfahrt wird in das Schulprogramm des Ricarda-Huch-Gymnasiums aufgenommen und unter der Leitung von Anna Cipkis mit den Schülerinnen und Schülern des Unterrichtsfaches Pädagogik in der Jahrgangsstufe Q1 jährlich durchgeführt werden.