Anfragen kommen sogar aus den Niederlanden

Volker Bremshey
Wird immer häufiger an den Wochenenden zur Freizeitgestaltung genutzt: der Steinbruch in Oege.
Wird immer häufiger an den Wochenenden zur Freizeitgestaltung genutzt: der Steinbruch in Oege.
Foto: WP

Oege.  Seit mehr als 17 Jahren bietet die Hagener Event-Managerin Antje Selter Exkursionen in den Steinbruch der Hohenlimburger Kalkwerke und somit in die Erdgeschichte an. Dann dreht sie die Uhr um ca. 380 Millionen Jahre zurück. Diese Zeitung sprach mit Dr. Matthias Lange, Geschäftsführer des Unternehmens, über die beachtliche Beliebtheit dieser Führungen.


Frage: Wie hoch ist die Zahl der jährlichen Besucher des Steinbruches?

Matthias Lange: Diese ist in den zurückliegenden Jahren ständig gestiegen. Frau Selter bietet inzwischen mehr als 20 Exkursionen pro Jahr in unserem Steinbruch an. Diese sind häufig mit mehr als 20 Personen ausgebucht. Es ist erfreulich, wie sich die Nachfrage entwickelt hat. Deshalb kann sie diese Führungen gar nicht mehr alleine machen und wird deshalb von weiteren Mitarbeitern unterstützt.
Sind es nur Hohenlimburger oder Hagener, die sich für eine solche Zeitreise und somit für die Mineralien interessieren?
Nein, das Gegenteil ist der Fall. Es gibt sogar Interessenten aus den Nachbarnländern, die am Samstag oder Sonntag nach Oege kommen, um hier Mineralien oder Fossilien zu suchen. Erst heute hatten wir Anfragen aus den Niederlanden. Diese Interessenten verweisen wir dann an Antje Selter ; 02331 / 51692.
Birgt der Besuch solcher Gruppen in den steilen Wänden nicht ein großes Risiko? Insbesondere für Kinder, dass sie bei der Jagd nach Fossilien von den Wegen abkommen, abstürzen und sich verletzten?
Uns ist diese Gefahr sehr bewusst. Deshalb geht Frau Selter aber auch besonders vorsichtig vor und macht deutlich, dass alle Sicherheitsvorschriften unbedingt eingehalten werden. Helme sind Pflicht, ebenso Leuchtwesten. Frau Selter achtet auch auf ein solides und somit festes Schuhwerk.


Wie profitieren die Hohenlimburger Kalkwerke davon? Die Teilnahme kostet je nach Angebot zwischen 10 und 15 Euro.
Die Hohenlimburger Kalkwerke profitieren gar nicht davon. Unser Unternehmen sieht diese Exkursionen ausschließlich als Imagegewinn. Der Preis muss so kalkuliert sein, weil alle Teilnehmer versichert sind und diese Versicherung relativ teuer ist.


Beschränkt sich das aktuelle Angebot ausschließlich auf diese Reise in die Erdgeschichte und somit auf die Mineralien- oder Fossiliensuche?
Nein, das ist nicht mehr der Fall. Jetzt gibt es auch geführte Fotoexkursionen. Dazu sind alle willkommen. Ob Anfänger oder Fotoexperten. Der Hagener Martin Hemp hat im Mai eine Hagener Forstexkursion mit Off-Road-Fahrzeugen angeboten und ist mit diesen auch durch den Steinbruch gefahren. Im Oktober steht eine weitere Tour an.