Allgemeine Ratlosigkeit

Das Eingeständnis des Stillstandes in der Obernahmer ist, um es deutlich zu sagen, eine Bankrotterklärung für jene Planer und Wirtschaftsförderer in der Verwaltung der Stadt Hagen. Die hat es seit dem Rückzug von Krupp im Jahr 1993 nämlich nicht geschafft, eine sinnvolle Nachfolgenutzung der ehemaligen Industrieflächen zu realisieren. Trotz der mit Landes- und Kommunalpolitikern zu Top-Veranstaltungen hochstilisierten mehrmaligen Nahmer-Konferenzen, die zwischenzeitlich nicht mehr zeitgemäß zu sein scheinen.


Gründe, warum es letztlich nicht funktioniert oder funktioniert hat, gibt es aktuell genug: Angefangen beim EU-Recht, das eine Nutzung zur Wohnbebauung nicht zulässt, weil Fördergelder in eine ehemalige Industriefläche geflossen sind; aber auch bei jenen Unternehmen und deren Banken, die den Sprung in die Obernahmer aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gewagt haben. Einer der Hauptfaktoren war und ist der die starke Belastung des Erdbodens durch Altöl und die damit verbundenen Unabwägbarkeiten für einen erfolgreichen unternehmerischen Start an einem neuen Standort. Im Zweifel spielt mancher Geschäftsführer dann die sichere Karte und hält nach einem unproblematischeren Alternativstandort Ausschau.


Angesichts der aktuellen Perspektivlosigkeit für die Obernahmer ist wahrlich guter Rat teuer. Bei der NRW-Urban als Nachfolgerin der Landesentwicklungsgesellschaft, die sich einst in einem Hochglanzprospekt damit brüstete, 1300 Standorte und Projekte entwickelt zu haben, ebenso, wie bei der Hagener Verwaltung und der Hohenlimburger Lokalpolitik. Martin Bleja hat deshalb die Idee geboren, in einem kleinen Arbeitskreis mit den Hohenlimburger Bezirksvertretern noch einmal nach Auswegen aus der Misere zu suchen. Doch was soll ein solches Gremium bewirken?

 
 

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