Acht christliche Kirchen und Gemeinden unterzeichnen Satzung

Hagen..  „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Die Jahreslosung der Evangelischen Kirche könnte gut über der Satzung stehen, die sich die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen und Gemeinden (ACK) in Hagen im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes gegeben hat. „Einander annehmen – das bedeutet mehr, als sich nur zu tolerieren.

Annahme ist mehr als Toleranz“, hatte Pastor Stephan Hofmann in seiner Predigt am Samstag schon betont – und damit auf die Gemeinsamkeiten, aber auch auf die durchaus vorhandenen Unterschiede der acht Religionsgemeinschaften hingewiesen. Zur Erheiterung der gut 200 Anwesenden nannte er diese Losung einen „harten Knochen, an dem man locken ein Jahr zu kauen“ habe und an dem man sich durchaus die Zähne ausbeißen könne.

Der Evangelische Kirchenkreis Hagen und das katholische Dekanat Hagen-Witten haben nun also, gemeinsam mit den Evangelisch-Freikirchlichen Baptistengemeinden aus Hagen und Wetter-Grundschöttel, der Selbstständig-Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), der Alt-Katholischen Kirchengemeinde St. Marien, der Griechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde Heilige Irini und mit der Freien evangelischen Gemeinde Hagen eine gemeinsame Satzung. Schon seit Jahren arbeitet die ACK Hagen punktuell, mal intensiver, und mal weniger intensiv zusammen. Gemeinsame Veranstaltungsreihen wie die „Ökumene vor Ort“ verantwortet die ACK schon in der Vergangenheit gemeinsam; auch in diesem Jahr gibt es wieder ein umfangreiches Jahresprogramm mit gemeinsamen Gottesdiensten, Vorträgen und sogar einem Pilgertag.

Mit der Satzung wollen die Verantwortlichen eine noch stabilere Grundlage für ihre gemeinsame Arbeit schaffen.

Aufgaben der ACK

„Die Ökumene ist nicht naturgegeben, wir müssen immer wieder dafür arbeiten und können auch nicht die Unterschiede außer Acht lassen“, war es der katholische Dechant Dr. Norbert Bathen, der in einer kurzen Ansprache auch die unterschiedlichen Themen wie etwa die Einstellung zu gleichgeschlechtlichen Patenschaften benannte.

Die Einheit vor Ort bei allen Unterschieden zu fördern, durch gegenseitige Information, gemeinsame Gottesdienste und durch das gemeinsame Vertreten der christlichen Kirchen und Gemeinden in der Öffentlichkeit – das sollen die selbst auferlegten Aufgaben der ACK sein.

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