60 Mitarbeiter von Kaufland im Ausstand

Hagen/Hohenlimburg..  Zum zweiten Mal war zum Wochenende Hagen Schauplatz der Tarifauseinandersetzungen im NRW-Einzelhandel. Zwei Kaufland-Filialen waren Ort des Protests. Insgesamt hätten sich 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Warnstreiks beteiligt, so Monika Grothe von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi: „Der Erfolg überrollt mich, die Beteiligung ist viel höher, als ich ursprünglich gedacht hatte.“

In der Kaufland-Filiale in Hohenlimburg seien mehr als 60 Mitarbeiter am Freitag im Ausstand gewesen. „Dort haben wir auch einen sehr guten Betriebsrat und traditionell eine hohe Motivation bei Tarifauseinandersetzungen“, sagte Monika Grothe. Erstaunt habe sie aber die hohe Beteiligung in der zweiten Kaufland-Filiale, an der Hagener Freiligrathstraße: „Dort hat das erste Mal ein Warnstreik stattgefunden, etwa 30 Kolleginnen und Kollegen haben daran teilgenommen.“ Kunden in den beiden Kaufland-Filialen standen aber nicht vor verschlossenen Türen. „Die Arbeitgeber setzen dann meist Mitarbeiter aus anderen Filialen oder auch Leiharbeiter ein“, so Monika Grothe.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die nach ihren Angaben 462.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigen sowie für die weiteren 231.000 geringfügigen Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 140 Euro. Gleiches gilt für Auszubildende. Die Arbeitgeber lehnen dies ab und wollen erst über Lohnerhöhungen verhandeln, wenn auch über Einschnitte im Manteltarifvertrag verhandelt wird.

 
 

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