500 Gäste beim Gartenfest - Erlös für Osthaus-Briefe

Ein idyllischer Abend Sommeraben am Hohenhof.
Ein idyllischer Abend Sommeraben am Hohenhof.
Foto: WP
Es war ein idyllischer Sommerabend am Hohenhof. 500 Besucher folgten der Einladung, ein paar gediegene Stunden rund um das stattliche Jugendstil-Gebäude zu verbringen oder an den Führungen durch die herrliche Osthaus-Villa teilzunehmen. Der Erlös des Festes dient dem Erwerb von Briefen von und an Karl Ernst Osthaus und seine Frau Gertrud.

Eppenhausen.. „Wenn man die Geschichte verliert, hat man auch keine Geschichten mehr zu erzählen“, unterstrich Eva Rapp-Frick vom Karl-Ernst-Osthaus-Bund die Bedeutung des Osthaus-Archivs, das weiter gepflegt und ausgebaut werden soll. Für den Erwerb der 600 Briefe, die sich im Besitz der Osthaus-Erbengemeinschaft befinden, sollen 65.000 Euro aufgebracht werden. Die Briefe könnten künftig im klimatisierten Archiv am Museumsplatz 3 gelagert werden.

„4000 Euro sind durch den Eintritt der erfreulich vielen Besucher und die Einnahmen aus dem gastronomischen Bereich zusammengekommen“, freut sich Dr. Birgit Schulte, stellvertretende Direktorin des Karl-Ernst-Osthaus-Museums. „Und durch kleinere Privatspenden sind noch mal 1000 Euro eingegangen.“ Womit die ersten 5000 Euro der benötigten 65.000 Euro eingespielt wären. „Wir erwarten auch noch größere Spenden von Privatleuten, die namentlich nicht genannt werden möchten.“

Horst Becking gestaltet Patenaktien

Außerdem wird der bekannte Hagener Künstler Horst Becking eine Patenaktie - angelehnt an die handgeschriebenen Briefe des Kunstmäzens Osthaus - gestalten, die Interessierte zu einem erschwinglichen Preis erwerben können. „Und dann erwarten wir in Kürze noch eine respektable ­Summe aus einem öffentlichen Fördertopf - knapp 22.000 Euro“, so Schulte optimistisch.

Bei den besagten Briefen aus den Jahren 1890 bis 1920 handelt es sich um Schriftverkehr zwischen Osthaus und Künstlerfreunden bzw. dem Ehepaar Osthaus.

Übrigens: Das Gesamtensemble Hohenhof ist als einziges Objekt von NRW-Landesseite für den Bundeswettbewerb Unesco Weltkulturerbe vorgeschlagen worden. „Doch bis die Entscheidung fällt, dauert es bestimmt noch ein Jahr“, so Birgit Schulte realistisch.

 
 

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