3,7 Kilometer Waldwege saniert

Hohenlimburg..  Die Waldwege rund um das Wesselbachtal befanden sich bis zum Frühjahr in einem katastrophalen Zustand. Und das seit vielen Jahren. Das führte immer wieder zu Beschwerden von Wanderern. So von Sandra Heinrich. Und auch der kommissarische SGV-Vorsitzende Wolfgang Humpert hatte sich im Gespräch mit dieser Zeitung zum Zustand der Hauptwanderwege kritisch geäußert.

Jetzt sind diese saniert, befestigt und teilweise verbreitert worden, damit die schweren 40 Tonner, die aktuell das Holz aus dem fürstlichen Forst abfahren, die Wege relativ unproblematisch befahren können.

Doch diese Sanierung lässt die Hohenlimburger aufschrecken. „Sind die Waldwege rund um das Wesselbachtal so ausgebaut worden, damit Anlieferfahrzeuge für mögliche Windenergieanlagen das Material zu den geplanten Standorten bringen können?

Das ist nicht der Fall.

Michael Sommer, geschäftsführender Gesellschafter der Forstkontor GmbH aus Wenden, betreut seit Herbst 2014 den fürstlichen Forst rund um Hohenlimburg und Letmathe und seit dem 1. Januar 2016 auch in Rheda. Er kann die Aufregung der Wanderer über den Zustand der Wege im Winter und Frühjahr nicht teilen. „Die sind Privatbesitz“, betonte er gestern, dass niemand einen Anspruch darauf haben könne, dass diese frei von Schlamm und Matsch seien. „Das ist auch ein Irrglaube des SGV.“

Riesenbärenklau bereitet Sorgen

Durch diese Wege, so seine Darstellung, werden die Waldflächen erschlossen, damit der Holzeinschlag erfolgen können. So wie es gegenwärtig geschehe. Aufgrund der massiven Schlechtwetterlage im Winter und Frühjahr seien diese zwischen Schloss und Märchenwald verschlammt gewesen. Sommer: „Aktuell werden diese instandgesetzt. So, wie es im Nahmertal auf einer Länge von acht Kilometern bereits geschehen ist.“ In einem ersten Schritt werden die Wege freigeschlagen und auf rund vier Meter verbreitert. Danach werden sie abgezogen. In einem dritten Schritt erfolgt der Einbau von Steinbruchschotter aus heimischen Steinbrüchen, der abschließend, und somit in einem vierten Arbeitsschritt, verdichtet wird. Insgesamt werde das auf einer Lange von rund 3,7 Kilometern zwischen dem Schloss und dem Märchenwald geschehen.

Was dem Geschäftsführer der Forstkontor GmbH große Sorge bereitet, ist die Ausdehnung des Riesenbärenklaus am Ende des Wesselbachtals und somit Am Dubberg. Hier gelte es gezielte Maßnahme zu ergreifen. Deshalb habe er die Stadt Hagen informiert.

 
 

EURE FAVORITEN