20 Millionen werden benötigt

Hagen..  Bis 2022 muss aufgrund einer Gesetzesänderung auch in Hagen der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) vollständig barrierefrei sein. Bislang sind aber erst zehn Prozent der insgesamt 800 Haltepunkte barrierefrei umgebaut worden. Das geht aus einer Anfrage der Ratsfraktion von Hagen Aktiv an die Stadtverwaltung hervor. Demnach soll nun zunächst der Umfang der erforderlichen Maßnahmen ermittelt werden.

Dabei belaufen sich die Kosten für den Umbau einer einzelnen Haltestelle auf 25 000 Euro, das gesamte Investitionsvolumen bis 2022 auf 20 Millionen Euro. Zur Zeit ist die Verwaltung damit beschäftigt, ein Haltestellen-Kataster zu erstellen. „Es wird nicht ausreichen, niederflurige Busse vorzuhalten oder hindernisfreien Zugang zu den Verkehrsmitteln zu gewährleisten“, so Fraktionsvorsitzender Josef Bücker. „Beispielsweise gehören hierzu auch barrierefreies Ticketing zur Nutzung des ÖPNV“. Nicht nur körperlich immobile Menschen, sondern auch Blinde, Mütter mit Kinderwagen oder Reisende mit Gepäck stießen in Hagen schnell an Grenzen.

 
 

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