15 Windenergieanlagen möglich

Hohenlimburg..  Die Hohenlimburger Bezirksvertreter sehen die möglichen geplanten 10 bis 12 Zonen für Windenergieanlagen besonders kritisch. Das betont die Stadtverwaltung Hagen, und das wurde in der zurückliegenden Sitzung der Bezirksvertretung deutlich (diese Zeitung berichtete exklusiv).

Hintergrund dafür sind die Erfahrungen aus dem zurückliegenden Jahr, als die Nachbargemeinde Nachrodt-Wiblingwerde an den Interessen der Hohenlimburger Politiker und der Bürger vorbei, insbesondere den Umweltinteressen der Anwohner des Nahmertales, drei Windenergieanlagen in unmittelbarer Nähe der Stadtgrenze aufstellen wollte. Erst durch die Berichterstattung dieser Zeitung wurden diese Pläne gestoppt und vorübergehend auf Eis gelegt.

Jetzt möchte auch die Stadt Hagen im gesamten Stadtgebiet Windenergiezonen ausweisen. Voraussichtlich ein rundes Dutzend. Und auch davon wäre Hohenlimburg und somit abermals die Bewohner des Nahmertals betroffen. Denn auf dem Schlossberg soll im fürstlichen Forst eine 200 Meter hohe Anlage gebaut werden. Eine weitere oberhalb des Wesselbachtales. Zusätzlich eine oder zwei Anlagen in Brechtefeld.

Drei Kooperationspartner

Investor für Hohenlimburg wäre die SL Windenergie GmbH aus Gladbeck, die in Zusammenarbeit mit der Bürgerwind-Süd GbR und der Mark-E-Aktiengesellschaft bis zu 15 Anlagen erstellen möchte.

Um die Träger der öffentlichen Belange zu informieren, so auch die Hohenlimburger Bezirksvertretung und die Bezirksvertretung Eilpe / Dahl, wird es am Freitag, 12. Juni, ab 16 Uhr einen Informationsnachmittag geben. Dazu sind auch die Mitglieder der Fachausschüsse (u.a. Stadtentwicklung, Umweltausschuss) eingeladen. Diese erhalten in den Räumen der Enervie zunächst einen Überblick über mögliche Standorte in den Potenzialbereichen. Im Anschluss daran besuchen sie sieben ausgewählte Besichtigungspunkte. Interessierte Bürger können an dieser Bereisung aus transporttechnischen Gründen nicht teilnehmen.

Weil die möglichen Standorte auf Hohenlimburger Stadtgebiet schwierig anzufahren sind, wird allein der Standort Brechtefeld für die Mitglieder der Bezirksvertretung Hohenlimburg von einer gewissen Relevanz sein.

Im Ricarda-Huch-Gymnasium

Alle Bürger werden dann am Donnerstag, 25. Juni, ab 19 Uhr im Ricarda-Huch-Gymnasium, Vosswinkelstraße1, informiert. Dann werden die Investoren ihre Pläne und auch mögliche Standorte vorstellen. „Wir wollen nichts verheimlichen“, versicherte Andreas Köster, Pressesprecher der Mark-E, dass sein Unternehmen zusammen mit den Bürgerwind GbR und der LS Windenergie, die er als kompetente und gleichwertige Partner beschreibt, alle Karten aufdecken werde. Letztlich wird der Rat der Stadt Hagen eine Entscheidung treffen. Das wird, so Andreas Köster, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr in diesem Jahr geschehen.

Die besondere Bedeutung des Schlossberg-Standortes ist den Projektentwicklern bewusst, denn die möglichen Anlagen auf dem Gebiet der Stadt Nachrodt-Wiblingwerde sind nur einen Schlagschatten entfernt. „Aber das sind politische Entscheidungen“, so Köster.

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