1300 Unterschriften gegen Sparkurs beim Theater

Hagen..  Im Zuge der Debatte um Sparmaßnahmen am Theater hat Oberbürgermeister Erik O. Schulz eine Liste mit mehr als 1300 Unterschriften in Empfang genommen. Sie alle stehen unter einem Brief mit dem Titel „Wir fordern Kultur – der Ton macht die Musik“. Dr. Klaus Fehske, Udo Schmalz und Eva Pieper-Rapp-Frick überreichten sie am Donnerstag. Die Unterschriften, so die Initiatoren, seien binnen 14 Tagen gesammelt worden. Die Unterzeichner forderten „Entwicklung in der Kultur statt Abwicklung auf Raten“.

Gerade in dieser Zeit der verstärkten Zuwanderung hätten alle Kulturinstitutionen in der Stadt die Aufgabe, gesellschaftliche Werte und Identität zu vermitteln. „Die Aufgabe oder Einschränkung der Arbeitsmöglichkeiten kultureller Einrichtungen ist in dieser Situation kontraproduktiv“, heißt es in einer Erklärung.

Haushaltskonsolidierung sei ein wichtiges Ziel, doch ein „Rasenmäherprinzip“, bei dem global alle Einrichtungen zehn Prozent sparen müssten, gefährde in langen Prozessen aufgebaute Strukturen im Theater, in den Museen, in der Musikschule, in der Stadtbibliothek und der freien Kulturszene. Der Verlust, den die Stadt durch den Sparkurs in der Kultur erleide, stehe in keinem Verhältnis zum Einspargewinn. Ausgaben im Kulturbereich produzierten kein Defizit, sondern seien Investitionen in die Zukunft. Und weiter: „Anstatt das Profil zu nivellieren, wollen die Unterzeichner dazu beitragen, das Profil der Stadt zu stärken und herauszuarbeiten. Dazu gehört auch, das vielseitige Engagement und die Netzwerkbildung der Hagener Bürger im Rahmen des Kulturentwicklungsplanes konstruktiv zu nutzen und nicht zu ersticken.“

 
 

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