1200 Personen vom Umzug betroffen

In Zukunft soll nur noch ein Briefkasten auf dem Rathausflur hängen.
In Zukunft soll nur noch ein Briefkasten auf dem Rathausflur hängen.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Ist eine Zentralisierung der Jobcenter-Standorte am Berliner Platz / Hauptbahnhof nicht mehr zu verhindern, weil Fakten geschaffen wurden, die nicht mehr umkehrbar sind? Eine solche Vorgehensweise der Verantwortlichen war gestern im politischen Raum vermutet worden. „Das ist nicht der Fall“, heiß es dazu am Nachmittag aus der Pressestelle des Jobcenters. „Die Verträge im Hohenlimburger Rathaus sind noch nicht gekündigt. Es sind auch noch keine Verträge für die Nutzung neuer Räume in Hagen unterschrieben worden.“

Heute wird sich der Rat der Stadt mit einem möglichen Umzug der sieben Jobcenter-Mitarbeiter aus dem Hohenlimburger Rathaus nach Hagen beschäftigen. Das hatte die Hohenlimburger Bezirksvertretung (BV) bereits in ihrer Sitzung am 20. Januar getan und dabei die Umzugspläne abgelehnt.

Sicherheit für die Belegschaft

Bernd Fiedler, Bereichsleiter des Job-Centers, hatte in dieser Sitzung in erster Linie die Sicherheit der Belegschaft als Hauptargument für die geplante Neustrukturierung angeführt.

Frank Schmidt, Bürger für Hohenlimburg, hatte darauf erwidert, dass eine solche Zusammenlegung nicht bürgerfreundlich sei. „Die Stadt hat die Möglichkeit, den von einer Jobcenter-Schließung betroffenen Männern und Frauen die finanziell, zeitlich und organisatorisch erheblich aufwändigeren Besuche in Hagen zu ersparen.“ 900 Hohenlimburger Bedarfsgemeinschaften, das sind hochgerechnet ca. 1200 Personen, müssten nämlich in Zukunft zum Hagener Bahnhof fahren.

In Hohenlimburg würde nur noch ein Briefkasten angeboten, um Unterlagen aufzunehmen, die mit der Hauspost zur Zentrale geleitet werden können. Nach Einschätzung der Hohenlimburger Politik reicht das nicht aus. Deshalb hegte Schmidt in der Januar-Sitzung der BV die Hoffnung, „in der Ratssitzung das Steuer für die Bevölkerung noch herumreißen zu können.“

 
 

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