Wodzislaw - polnischer Städtepartner seit 25 Jahren

Die polnische Delegation und die Gladbecker Gastgeber vor den Flaggen im Ratssaal.
Die polnische Delegation und die Gladbecker Gastgeber vor den Flaggen im Ratssaal.
Foto: Funke Foto Services
Wenn sich Freunde begegnen, strahlt die Sonne! Die aktuelle Visite der Seniorenuniversität Wodzislaw steht im Zeichen des Partnerschaftsjubiläums.

Gladbeck.  Das nächste Patnerschaftsjubiläum steht bereits unmittelbar bevor: Seit 25 Jahren gibt es in diesem Jahr die offiziellen Städtebeziehungen zu Wodzislaw in Polen.

Bei strahlendem Sonnenschein startete am Montag das Programm zum 25-Jahre-Jubiläum mit einer Visite der Seniorenuniversität Wodzislaw in Gladbeck. Die Seniorenuniversität bietet in der polnischen Partnerstadt Bildungs-, Sport- und Gesundheitsprogramme; sie bemüht sich darum, die Senioren in dem östlichen Nachbarland zu einem möglichst aktiven Leben zu bewegen. Teilhabe statt Isolation lautet das Ziel, wie auch Ewa Spas als Leiterin der Delegation aus Wodzislaw am Montag im Ratssaal unterstrich.

Insofern passen Seniorenuniversität Wodzislaw und Seniorenbeirat Gladbeck wunderbar zusammen - „Wir möchten voneinander lernen und Erfahrungen austauschen - dazu soll dieser Besuch dienen“, erklärte denn auch Friedhelm Horbach, der Vorsitzende des Gladbecker Seniorenbeirats, zur Begrüßung der Gäste.

Am Montagvormittag starteten die Besucher aus Polen zu einer Stadtrundfahrt durch Gladbeck; zuvor wurde die Delegation noch offiziell im Ratssaal empfangen, wo Bürgermeister Ulrich Roland den polnischen Partnern die Stadt Gladbeck im Detail vorstellte.

Gladbeck und Wodzislaw haben viele Gemeinsamkeiten - die Bergbauvergangenheit, der durch den Rückzug des Bergbaus ausgelöste Strukturwandel, die fortschreitende Alterung der Gesellschaft und die damit verbundenen Herausforderungen - „Die alten Menschen bleiben zu oft allein zuhause zurück“, sagt Ewa Spas. „Dabei kann man auch im Alter noch viel Freude am Leben haben.“

Chancen und Möglichkeiten eines aktiven Alterns ausloten

Chancen und Möglichkeiten eines aktiven Alterns im lokalen Umfeld wollen die Partner in den nächsten Tagen ausloten. Am Montagnachittag zum Beispiel traf man sich im Fritz-Lange-Haus zur ausführlichen, seniorenpolitischen Diskussion; am Dienstag geht es nach Münster, wo man sich beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) über soziale Angebote für die ältere Generation informiert. Nachmittags besichtigt man das Martin Luther Forum Ruhr; und es gibt einen Vortrag von VHS-Chef Dietrich Pollmann über die Seniorenangebote der Volkshochschule.

Am Mittwoch erkunden die polnischen Gäste Dom und Domschatz in Essen, so dass sich alles in allem ein großes lokales und regionales Informationspaket ergibt mit vielen Anregungen für die Arbeit in Wodzislaw.

Wie Ewa Spas erklärte, denkt man in Wodzislaw derzeit konkret darüber nach, ebenfalls einen Seniorenbeirat zu gründen. Die 36-jährige Gladbecker Erfahrung könnte da in besonderer Weise hilfreich sein.

 
 

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