Wittringer Ritter in Gladbeck sind im närrischen Dauerstress

Akteure der Wittringer Ritter zu Gast bei der Volksbank Ruhr Mitte
Akteure der Wittringer Ritter zu Gast bei der Volksbank Ruhr Mitte
Foto: Volksbank
Noch knapp zwei Wochen bis Rosenmontag. Die Akteure des KC Wittringer Ritter hetzen zurzeit von einem Termin zum nächsten.

Gladbeck.. Der Karneval steuert auf seinen Höhepunkt zu. Jetzt beginnt für Toni Blümer, den Vorsitzenden des KC Wittringer Ritter, wieder die alkoholarme Zeit. Während für viele Jecken das Motto gilt: „Hoch die Tassen“, hetzt Toni mit seiner Truppe von Termin zu Termin. „Wir freuen uns, dass die Volksbank uns auch in diesem Jahr wieder großzügig unterstützt, denn ohne solches Sponsoring könnten wir die Kosten gar nicht stemmen“, sagt er.

Dieter Blanck, Vorstand der Volksbank Ruhr Mitte, unterstützt die Ritter gerne. „Was der Verein in den 17 Jahren für das Brauchtum in Gladbeck geschaffen hat, ist wirklich bemerkenswert.“ Tatsächlich ist es bereits 17 Jahre her, dass Toni Blümer mit Karnevalsblut in den Adern auf die verrückte Idee kam, im nicht gerade närrischen Gladbeck die Wittringer Ritter aus der Taufe zu heben.

In dieser Session heißt das Prinzenpaar Olaf I. (Pöschl) und Sabrina I. (Bandel). Sie sind im Karneval seit langem unterwegs: Olaf I., Trainer der Prinzengarde, hat lange getanzt. Die 26-jährige Sabrina sorgt beim Kinderkarneval am 8. Februar in der Stadthalle als Disco-Clown für Stimmung. Um 13 Uhr ist Einlass, um 14 Uhr geht’s richtig los, mit dabei ist auch das Kinderprinzenpaar aus Bottrop. „Natürlich sieht so eine Kinderkarnevals-Sitzung etwas anders aus“, sagt Blümer. „Da gibt es unter anderem Musik zum Toben, denn Kinder können und sollen ja nicht endlos lange still sitzen.“

Ganz stolz ist Blümer wieder auf die Galasitzung in der Stadthalle am 14. Februar, für die es nur noch wenige Karten gibt. Denn das Zugpferd heißt: „Das rote Pferd“ mit Markus Becker. Er landete den Riesenhit vor einigen Jahren. Ein Ohrwurm, den jeder kennt und mitsingen kann. Außerdem kommt eine Riesengarde – echte Hingucker. Überraschungen für die Gäste sind wie immer versprochen, sagt der Vorsitzende der Wittringer Ritter, der sich mit dieser Session als Vorsitzender des Vereins verabschieden wird.

Querelen, Frust, Karnevals-Burn-Out? „Nein“ sagt Toni, „ich bin jetzt 68 Jahre, genau der richtige Zeitpunkt für mich, tschüss zu sagen. Je näher der Tag rückt, umso gelöster werde ich.“ Jetzt müssten mal die Jungen ran, schließlich ist nach Rosenmontag vor Rosenmontag. Arbeit gibt es das ganze Jahr über.

Mehr Zeit für sich und die Familie zu haben, sei auch sehr attraktiv. Mit der Frau einkaufen gehen, zusammen mit dem Wohnwagen die Welt erkunden – alles sehr verlockend. „Wir haben ja in den letzten Jahren sogar unseren Urlaub nach den Pflichtterminen für die Karnevalsorganisation gelegt.“

Aber noch ist Freizeit ein schöner Traum. 40 Termine stehen in der nächsten Zeit an, häufig mehrere pro Tag.Oft genug heißt es jetzt erst einmal: Gladbeck helau.

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