Wer verwettet jetzt noch Haus und Hof für die A 52?

Gladbeck..  Was wird nun mit der A 52? Die Frage steht nach den Mitteilungen der Landesregierung deutlich im Raum. Und mal ehrlich: Wer würde jetzt noch Haus und Hof darauf verwetten, dass die Autobahn gebaut wird?

Zu den notwendigen Bedingungen, die die Stadt fordert und die weit mehr Geld kosten, als der Bund bisher zugestanden hat? Und unumstritten, was ja eins der Kriterien für die Weiterverfolgung sein soll, ist der Ausbau schon jetzt ganz sicher auch nicht. Zumindest nicht bei den Bürgern, die vom Ausbau direkt betroffen wären. Das gilt übrigens auch in der Nachbarstadt Bottrop, wo bereits weit über 100 Einwände gegen das laufende Planfeststellungsverfahren vorgebracht wurden.

In Gladbeck, durch die Lage der Strecke mitten in der Stadt, dürften es vermutlich nicht weniger werden, wenn das Verfahren erst mal richtig losgeht. Aber Stress mit einem „Gladbeck 21“, den will die Landesregierung nicht. Das sagt sie klipp und klar, gibt damit aber auch die Verantwortung an die Stadtspitze ab: Wenn Gladbeck den Ausbau will, muss die Stadt zusehen, dass sie nicht nur politisch mit einer Stimme spricht, sondern auch viele Kritiker mit ins Boot holt.

Damit ist quasi über Nacht die ganze Diskussion um den Ausbau auf eine andere Ebene gehoben worden. Bleibt allerdings die Frage, wie die Wirtschaft in der Region, die den Ausbau immer klar favorisiert hat, sich zu der neuen Situation verhalten wird. Aber den Ausbau zu fordern ist die eine Sache, ihn zu bezahlen die andere.

 
 

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