Was sagt der Ex-Stadtchef zur A 52?

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Die WAZ sprach mit Ex-Bürgermeister Eckhard Schwerhoff (CDU) über den A-52-Ausbauvorschlag.

Gladbeck.. „Ich halte dieses Ausbau-Angebot für eine Lösung, mit der man in Gladbeck leben kann, vor allem auch, weil diese Lösung neue Möglichkeiten und Chancen der Stadtentwicklung bietet.“

Eckhard Schwerhoff (CDU), von 1995 bis 2004 Gladbecker Bürgermeister, beobachtet die aktuelle A-52-Diskussion ganz genau. In seiner Amtszeit hat er selbst mit dem Abriss der alten Bürotürme und dem Bau des Neuen Rathauses die Weichen für ein wichtiges lokales Infrastruktur-Großprojekt gestellt. Auf Anfrage der WAZ äußerte sich der Ex-Bürgermeister am Montag zur aktuellen A-52-Entwicklung:

Alles in allem sieht Eckhard Schwerhoff im vorgeschlagenen A-52-Ausbau eine beachtliche Chance für Gladbeck, wobei er jedoch die seiner Meinung nach kritikwürdigen Punkte des A-52-Ausbauvorschlages ebenfalls deutlich anspricht: „Ich hätte mir - wie viele andere Gladbecker auch - natürlich einen A-52-Tunnel bis in Höhe Erlenstraße gewünscht“, sagt Schwerhoff. Auch eine direktere A-52-Anbindung des Gewerbeparks Brauck (nicht erst ab Ostermann) sei aus Sicht der lokalen Wirtschaft wünschenswert.

Alles in allem halte er das Ausbau-Angebot von Land und Bund aber für eine akzeptable Lösung, deren Chancen die Gladbecker Politik und Bürgerschaft jetzt nutzen sollten.

Projekt mit öffentlich-rechtlichem Vertrag absichern

Und wie beurteilt Eckhard Schwerhoff die künftige Stadtallee auf dem A-52-Tunneldach? „Da wage ich keine exakte Einschätzung“, sagt der Ex-Bürgermeister. Aber diese neue Stadtallee werde sicherlich keine idyllische Stadtstraße mitten durch Gladbeck werden, sondern schon eher eine Straße „mit einem gewissen Verkehrsaufkommen“. Allerdings eben auch eine Straße, die den Stadtteil Butendorf und die Stadtmitte auf eine neue und attraktive Weise miteinander verbinden könne.

Schwerhoff unterstreicht, dass es sinnvoll sei, einen öffentlich-rechtlichen Vertrag aller Beteiligten (Bund, Land und Stadt) zum über 100 Millionen Euro teuren A-52-Ausbau abzuschließen, um das Projekt wirklich unter Dach und Fach zu bringen. Ein solcher Vertrag sei justiziabel und könne entsprechend auch vor Verwaltungsgerichten durchgesetzt werden, falls sich im Laufe der nächsten Jahre die Rahmenbedingungen im Land verändern würden.

Eckhard Schwerhoff sagte ergänzend, dass es nach seiner politischen Einschätzung nicht zwingend nötig gewesen wäre, einen Ratsbürgerentscheid zu diesem Thema durchzuführen. Für das Projekt bzw. die finanzielle Beteiligung Gladbecks daran reiche im Prinzip die mehrheitliche Zustimmung des Stadtrates als demokratischer Souverän.

 
 

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