Volmering fordert vom Stadtrat ein Bekenntnis zu Autobahn 52

Staugeplagt: die Bundesstraße 224 in Gladbeck in Nähe der Kreuzung mit der Steinstraße.
Staugeplagt: die Bundesstraße 224 in Gladbeck in Nähe der Kreuzung mit der Steinstraße.
Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Se
Der CDU-Politiker meldet sich in der Oberau-Debatte zu Wort. Umgehend reagierte noch am Freitag Peter Breßer-Barnebeck (Stadt Gladbeck) darauf.

Gladbeck..  Mit Blick auf die jüngste A-52-Debatte zum Tunnelbau in Oberau (Bayern) fordert der CDU-Bundestagsabgeordnete Sven Volmering den Gladbecker Stadtrat auf, ein klares Grundsatz-Bekenntnis für den Bau der A 52 abzulegen.

Volmering hält diesen Schritt vor allem mit Blick auf die jüngste Gladbecker Diskussion zum 200 Millionen Euro teuren Tunnelprojekt in Oberau im Wahlkreis von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für sinnvoll.

Mit einer Grundsatz-Erklärung pro A 52 würde der Stadtrat, so Volmering, auch die Forderung im Brief von Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) an Dobrindt unterstützen, dass für Gladbeck eine ähnlich großzügige Tunnel-Lösung realisiert werden müsse wie für den 3000-Einwohner-Ort in Bayern.

Volmering: „Ich werte das Ansinnen von Roland, den Tunnel von Oberau als Vorbild für Gladbeck zu nehmen, als klares Ja zu der seit langem vom Bund angebotenen Tunnellösung.“ Zugleich sieht Volmering den Brief Rolands als ein „klares Nein zu den Verhinderungsplänen der Autobahngegner“.

„Ein Zurück kann es jetzt nicht mehr geben“

Volmering führt weiter aus: „Diese deutliche Klarstellung freut mich außerordentlich, da bis heute sehr viele Menschen daran zweifeln, ob die Stadt Gladbeck diesmal die erneute Chance für den Ausbau der A52 wirklich nutzen will. Ein Zurück kann es jetzt nicht mehr geben. Der Bund hat so oft deutlich gemacht, dass sein Angebot für einen Tunnel weiterhin gültig ist, dass dies nicht ständig erneut eingefordert werden braucht.“

Wer wie der Bund mindestens 130 Millionen Euro für einen Tunnel in Gladbeck bereitstellen wolle, sei auch nicht knausrig, merkt Volmering mit Blick auf einen aktuellen WAZ-Kommentar zum Thema A 52 an.

Wichtig sei, „dass der Elfmeter durch Gladbeck diesmal verwandelt wird“. Bei aller humoristischen Folklore zwischen Bayern und dem Ruhrgebiet dürfe nicht vergessen werden, dass Oberau seit 45 Jahren auf den Tunnel warte, dass im Gegensatz zu Gladbeck dort ein großer Konsens herrsche und dass dort seit dem Jahr 2010 bereits Baureife bestehe. Die Kosten seien seriös auch nicht vergleichbar, da der Tunnel in Oberau durch ein Gebirge verlaufe, unterstreicht der CDU-Bundestagsabgeordnete.

Der Stadtrat Gladbecks hatte in der Vergangenheit zwar bereits mehrfach Resolutionen zur Zukunft von B 224 bzw. A 52 verabschiedet. Volmering vermisst aber einen deutlichen Grundsatzbeschluss pro Autobahnbahn.

Umgehende Reaktion aus dem Rathaus - „Rat hat Position deutlich formuliert“

Umgehend reagierte am Freitag Peter Breßer-Barnebeck für die Stadt Gladbeck auf die Ausführungen von Sven Volmering:

„Der Rat der Stadt Gladbeck hat sich am 18. September 2014 letztmalig sehr klar zum Ausbau der B 224 zur A 52 geäußert“, unterstreicht Peter Breßer-Barnebeck. Er ergänzt mit Blick auf die Erklärungen des Rates in den letzten Jahren: „Deutlicher kann man die Position der Stadt nicht formulieren.“

Es sei ja richtig, dass der Tunnel in Oberau durchs Gebirge gehe, das aber nur, weil man den Weg durch die Felder östlich von Oberau nicht nehme. In Gladbeck gehe es bekanntlich aber nicht um eine Umgehung, sondern um eine Autobahn mitten durch die Stadt. Breßer-Barnebeck: „Da leben erheblich mehr Menschen, die Anspruch auf Schutz haben! Das muss bei der Länge des Tunnels zwingend berücksichtigt werden!“

Zudem sei die Stadt für die Baureife des Projekts „nun wirklich nicht verantwortlich“. Als Stadt dürfe man städtische Straßen planen, aber keine Autobahnen.

Peter Breßer-Barnebeck abschließend: „Immerhin verstehe ich Herrn Volmering so, dass er - anders als Herr Enxing und Herr Rademacher - den Hinweis unseres Bürgermeisters auf Oberau als sachlich richtig und inhaltlich gerechtfertigt empfindet. Uns geht’s ja auch nicht um das gleiche Geld und die gleiche Länge des Tunnels, sondern ,nur’ um den selben Schutz für die Bürgerinnen und Bürger von Gladbeck.“

Das heiße Tunnelschutz auch für die Menschen in Gladbeck-Ost, ein kleineres Kreuz mit Unterflieger als Schutz für den Brokamp und Wittringen sowie eine gute Anbindung für den Gewerbepark Brauck.

 
 

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