Volles Haus beim Herbstfest des Kneipp-Vereins in Gladbeck

Ilona Fudali
Foto: Thomas Gödde
Vor ausverkauftem Haus feierte der Kneipp-Verein Gladbeck sein Herbstfest. Großer Spaß auf der Bühne und im Publikum.

Gladbeck. Sich regelmäßig bewegen, um die Ordnung des Lebens sorgen, auf gesunde Ernährung achten, sich der heilenden Wirkung von Wildkräutern bewusst werden und das anregende und unterstützende Element Wasser für sich entdecken – anhand dieser fünf Säulen erkennt der Kenner auf Anhieb: Es handelt sich um die Lehre nach Priester Sebastian Kneipp. Sein zentrales Thema war das Wissen um das Prinzip der Selbstregulation der eigenen Gesundheitsressourcen. Sein ganzheitliches Gesundheitskonzept und die Überzeugung, der Organismus besitze eine große Selbstheilungskraft, fand weltweit großen Anklang.

Seit 1928 gibt es auch in Gladbeck einen Kneipp-Verein. Am Wochenende feierten 140 Mitglieder im ausverkauften Saal des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses ihr Herbstfest, mit einem bunten Programm und einer großen Portion Humor.

Auch Kinder machen mit

Kneipp-Philosophie begeistert in Gladbeck mittlerweile nicht nur die eigenen Vereinsmitglieder. „Unsere ganzheitlichen Anwendungen erfreuen unter anderem die Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes und ganz aktuell die Kinder des Awo-Kindergartens Marienstraße“, berichtet Josi Kehrer, Vorsitzende des Kneipp-Vereins.

Sie führt an diesem Nachmittag die Gäste durch das Programm, bei dem selbstverständlich Sebastian Kneipp persönlich – alias Elke Wanderer – mit dabei ist. Die Vorsitzende begrüßt auch besonders herzlich die Freunde des Essener Kneipp-Vereins als Gäste. Josi Kehrer erinnert sich gut an die gemeinsame Aktion im Sommer. „Da haben wir zusammen Bäume der Freundschaft gepflanzt.“

Eine Busreise ins Blaue

Die Vorsitzende nimmt die Besucher mit auf eine kunterbunte Busreise ins Blaue. Am Steuer sitzt Günter Tom-Tom. Er chauffiert das Goldhochzeitspaar Franz-Josef und Ludmilla, die Freundinnen Lisbeth und Eva sowie Mutter Inge und Sohn. Von Amsterdam über Malaga, hoher Seegang inklusive, begegnen die Reisenden vielen Abenteuern und retten sich mit einem gemeinsam gesungenen Volkslied über viele Hindernisse zur weiteren Station. Die chaotischen Reiselustigen ernten Gelächter auf ganzer Linie.

Sichtlich gerührt ist Rita Heimeshoff im Publikum, als sie ihren an Parkinson erkrankten Mann Franz ebenfalls lachen sieht. „Wir sind seit 52 Jahren verheiratet, seit 15 Jahren beherrscht die Krankheit unser Leben. Seit wir vor neun Jahren zum Kneipp-Verein gestoßen sind, gibt uns das große Kraft und neue Lebensqualität, die wir beide genießen.“, sagt sie.