Viele Nein-Stimmen an der Trasse

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Die Abstimmung über die A 52 am Sonntag lief überaus reibungslos. „So reibungslos wie bei kaum einer anderen Wahl“, bilanzierte Silke Wengszik, Abteilungsleiterin im Amt für Wahlen und Statistik, am Tag nach dem Ratsbürgerentscheid. Grund: Da es „nur“ um Ja oder Nein ging, war die Auszählung vergleichsweise einfach.

Gladbeck.. Die Abstimmung über die A 52 am Sonntag lief überaus reibungslos. „So reibungslos wie bei kaum einer anderen Wahl“, bilanzierte Silke Wengszik, Abteilungsleiterin im Amt für Wahlen und Statistik, am Tag nach dem Ratsbürgerentscheid. Grund: Da es „nur“ um Ja oder Nein ging, war die Auszählung vergleichsweise einfach.

23 277 Gladbecker gaben ihre Stimme ab, 58 201 Wahlberechtigte hätten dazu die Möglichkeit gehabt, demnach ließen 34 924 Gladbecker sie verstreichen. Damit liegt die Wahlbeteiligung bei 39,99 %. 23 246 Stimmen waren gültig, nur 31 waren ungültig. Mit Ja stimmten 10 255 (44,11 %), mit Nein 12 991 (55,99 %).

Nach Stadtteilen analysiert zeigt sich, dass es die größte Wahlbeteiligung in Butendorf mit 48,7 % gab, gefolgt von Stadtmitte mit 41,2 % und Ellinghorst mit 40,9 %. Die niedrigste Wahlbeteiligung gab es in Brauck mit 33,2 %, gefolgt von Rentfort mit 39,1 % und Zweckel mit 40,1 %. Den höchsten Anteil an Nein-Stimmen stellten die Wahlhelfer in Butendorf mit 64,4 % fest, gefolgt von Ellinghorst mit 61,6 % und Stadtmitte mit 58,5 %. In Brauck votierten mit Nein 53,0 %, in Rentfort 51,0 % und in Zweckel 50,2 %.

Wenn man die Ergebnisse aus den 72 Bezirken (inkl. 12 Briefwahlbezirken) genauer betrachtet, fällt auf, dass die Wahlbeteiligung in den Stimmlokalen, die unmittelbar vom Ausbau betroffen Ortsteilen liegen, am höchsten war. Die Freie Waldorfschule in Butendorf hatte mit 1386 Wählern nicht nur die meisten Wahlberechtigten, sondern auch mit 60,36 % die höchste Wahlbeteiligung, gefolgt vom Bürgertreff Schachtstraße mit 52,3 % und dem Kindergarten Arche Steinstraße mit 52,1 %. Je weiter die Stimmbezirke von der geplanten Strecke entfernt sind, desto weniger Bürger haben sich an der Wahl beteiligt. Die niedrigste Wahlbeteiligung mit 21,5 % war im Braucker St. Alftrid-Haus festzustellen, gefolgt vom Kindergarten Vehrenbergstraße mit 21,8 % und der Willy-Brandt-Schule in Zweckel mit 22,4 %.

Die meisten Nein-Stimmen gab es im Eduard-Michelis-Haus mit 69,52 % „Neins“, gefolgt vom Jugendtreff Maxus in Mitte-Ost mit 69,36 % und dem Kiga Arche mit 69,09 %. Es gibt aber auch Stimmlokale, in denen mehr Bürger mit Ja als mit Nein stimmten: Spitze war das Jugendheim Zweckel mit 58,06 % Ja-Stimmen gefolgt von Sportlerheim Rosenhügel mit 56,13 % und Schule Rosenhügel mit 53,47 %.

Ein Unentschieden erreichten die Wähler im Stadtteilgartenhaus Zweckel, mit 90 Ja- und 90 Nein-Stimmen, wo nur 180 von 642 Wahlberechtigten abstimmten.

Interessant ist ein Blick auf die zwölf Briefwahl-Stimmbezirke: Hier gab es proportional viele Ja-Stimmen. In sechs Briefwahlbezirken siegten die Ja-Stimmen sogar. Am deutlichsten in einem der Braucker mit 59,68%, in einem Rentforter mit 59,08% und in Zweckel mit 58,33% Ja-Stimmen. Die meisten Gegenstimmen kamen mit 65,33% aus Butendorf. Insgesamt hatten 4874 Gladbecker die Briefwahl beantragt, nur 4630 haben letztlich auch per Brief abgestimmt.

 

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