VfL Gladbeck - Steiger trifft in Berlin auf die Olympiasiegerin

Jessica Steiger vom VfL Gladbeck startet zum zweiten Male in ihrer Karriere beim Weltcup. In Berlin bekommt es die 24-Jährige unter anderem mitRie Kaneto aus Japan zu tun, der Olympiasiegerin über 200m Brust.
Jessica Steiger vom VfL Gladbeck startet zum zweiten Male in ihrer Karriere beim Weltcup. In Berlin bekommt es die 24-Jährige unter anderem mitRie Kaneto aus Japan zu tun, der Olympiasiegerin über 200m Brust.
Foto: dpa
  • Jessica Steiger nimmt in Berlin am Schwimm-Weltcup teil
  • Aktive des VfL Gladbeck startet u. a. über 100m und 200m Brust
  • 24-Jährige trifft auf die Olympiasiegerin über 200m Brust, Rie Kaneto aus Japan

Gladbeck/Berlin.  Mit Top-Konkurrenz aus dem In- und Ausland misst sich in diesen Tagen in Berlin Schwimmerin Jessica Steiger. Das Aushängeschild des VfL Gladbeck nimmt in der Hauptstadt am Weltcup teil. „Ich bin erst seit drei Wochen wieder im Training und sehe meine Starts als Standortbestimmung an“, sagt Jessica Steiger.

Am Dienstag, 30. August, geht die 24-jährige Gladbeckerin in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europa-Sportpark zunächst über 100m Brust und 50m Kraul ins Rennen. Einen Tag später stehen Läufe über 50m und 200m Brust sowie über 50m Schmetterling auf ihrem Programm. Ihr Hauptaugenmerk legt sie auf die Starts über 100m und 200m Brust. Jessica Steiger hofft, „ins Finale“ zu kommen.

Was angesichts der top-besetzten Felder äußerst schwer werden dürfte. In Berlin gibt sich nämlich die Schwimm-Weltspitze ein Stelldichein. Das bedeutet, dass es Jessica Steiger beispielsweise mit der Japanerin Rie Kaneto zu tun bekommt, die bei den Olympischen Spielen über 200m Brust in 2:20,30 Minuten die Goldmedaille gewann. Auch die Zweite über 200m Brust von Rio, die Russin Julija Andrejewna Jefimowa, nimmt teil. Sie war im Juli vom Weltschwimmverband FINA im Zusammenhang mit den Erkenntnissen über jahrelanges systematisches Doping in Russland bzw. wegen eines früheren Dopingvergehens von den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen worden. Dieser Beschluss wurde jedoch vom Internationalen Sportgerichtshof CAS gekippt, so dass sie in Brasilien an den Start gehen durfte. Ihre Konkurrentinnen mieden sie in Rio und das Publikum buhte die Russin gnadenlos aus.

Europameisterschafts-Teilnehmerin Jessica Steiger ist zum zweiten Male in ihrer Karriere bei einem Weltcup dabei. „2012 bin ich schon einmal gestartet, seinerzeit ging es darum, Erfahrung zu sammeln“, sagt die amtierende Deutsche Meisterin über 200m Brust, die seit drei Wochen wieder im Training ist und davor drei Wochen lang überhaupt nicht im Wasser war. „Ich habe mich mit Tennisspielen und Jogging fit gehalten“, betont die Gladbeckerin.

Harry Schulz, der Trainer des VfL, sagt mit Blick auf die handverlesene Konkurrenz, die in Berlin auf seinen Schützling wartet: „Für Jessi ist es absolut wichtig, sich ständig mit den Top-Schwimmerinnen zu messen, um ihre Zeiten zu verbessern und sich eine gute Ausgangsbasis für die anstehenden Deutschen Kurzbahnmeisterschaften zu schaffen.“

Finale Ende Oktober in Hongkong

Beim Weltcup handelt es sich übrigens um eine mit insgesamt knapp 2,2 Millionen Euro dotierte Wettkampfserie. Nach den Olympischen Spielen startete sie in Paris. Fortgesetzt wird die Reihe nun in Berlin (30./31. August). Weiter geht’s schließlich in Moskau, Peking, Dubai, Doha, Singapur, Tokio und Hongkong, wo am 29./30. Oktober das Finale stattfindet.

 
 

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