Unmut über A-52-Absetzung

Gladbeck..  Der Rat hat es am Donnerstag mit den Stimmen von SPD, CDU und Grünen abgelehnt, erneut über das Thema A 52 zu diskutieren, was allerdings im Ratssaal für Unmut sorgte.

Ein entsprechender Antrag der Fraktion „Soziale Liste“ wurde von der Tagesordnung genommen, ein weiterer Antrag der Fraktion „Die Linke“ erst gar nicht behandelt. Im Ratssaal kam es nach dem Votum zu teils heftigen Unmutsäußerungen des Publikums. Ratsherr Franz Kruse (Die Linke) verließ den Saal und nahm aus Protest an den weiteren Beratungen nicht mehr teil.

Grünen-Fraktionschef Mario Hermann hatte die Absetzung beantragt. Es gebe keinen Anlass, erneut über das Thema zu diskutieren, da erst am Montag auf Antrag der CDU im Hauptausschuss ausführlich über den neuesten Stand gesprochen worden sei (WAZ berichtete). Die Position der Sozialen Liste, den Bau der A 52 zu verhindern, sei bekannt, das Ansinnen der Linken, den Ratsentscheid zur A 52 von 2009 zu bekräftigen, unnötig. SPD-Fraktionschef Michael Hübner unterstützte den Grünen, „da ist alles zur Zufriedenheit aller Fraktionen“ gesagt.

Kruse nannte das Absetzen der „missliebigen“ Anträge „widerrechtlich“. Ratsherr Gerhard Dorka (Soziale Liste) sprach von einem „verantwortungslosen Umgang“ mit einem Thema, das offenbar tot geschwiegen werden solle.

Bürgermeister Ulrich Roland kritisierte die Tumulte im Saal als unwürdig, die Aufregung sei gekünstelt. Es gebe keine neuen Positionen zur A 52, die der Rat erörtern müsse. Das Thema sei zu wichtig, als derart damit umzugehen, mahnte er. „Das schafft nur Misstrauen.“

 

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